08.10.2013 08:52 Uhr - 1. Bundesliga - cie

Leipzig mit ersten 45 Minuten in der CL zufrieden - Schulze muss operiert werden

Luisa Schulze wird am Donnerstag operiertLuisa Schulze wird am Donnerstag operiert
Quelle: S. Brauner, HCL
Im Lager des HCL sollte es nach dem zehnten Pflichspielsieg in Folge, der gleichbedeutend mit einem Auftakterfolg in der Champions League war, ausschließlich fröhliche Gesichter geben, doch die Nachricht von der am Donnerstag bevorstehenden Operation von Kreisspielerin Luisa Schulze wegen eines Nabelbruchs verfinsterte doch die Gesichter der Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters.

"Das ist echt ein harter Schlag, denn die vielen Spiele in Folge werden auch bei uns ihre Spuren hinterlassen und da ist es Gift, wenn eine Spielerin die Position am Kreis alleine ausfüllen muss. Aber wir werden dann improvisieren und werden trotzdem das Beste in die Waagschale werfen", sagte Trainer Thomas Örneborg fast schon trotzig nach der Nachricht hinsichtlich des Ausfalls von Luisa Schulze.

Aus dem HCL-Juniorteam rückt Jugendnationalspielerin Luisa Sturm (17) ins Trainingskollektiv der Bundesligamannschaft und sie wird nach ihren überzeugenden Leistungen in Juniorteam und Jugend-Bundesliga auch im Kader des Bundesliga-Spieles gegen Oldenburg stehen und soll Anne Müller einige Minuten zum Durchatmen verschaffen.

Auf den perfekten Saisonstart mit zehn Siegen in zehn Pflichtspielen angesprochen ist der dänische Trainer in Diensten des HCL selbstverständlich zufrieden, tritt aber auf die Euphoriebremse: "Wir bewerten das Ganze nicht über, aber klar sind wir zufrieden, denn was wir haben, kann uns niemand mehr weg nehmen. Aber wir sehen noch ein großes Steigerungspotential."

Dies sah Örneborg auch in Metz. "Mit den ersten 45 Minuten und dem Sieg in Metz sind wir sehr zufrieden, aber es darf uns nicht passieren, dass wir einen acht Tore Vorsprung fast noch aus der Hand gegeben haben. An solchen Themen arbeiten wir verstärkt, um auch Lösungen für solche schwierigen Phasen zu haben. Da sind wir optimistisch, denn wir haben eine sehr junge und lernwillige Mannschaft. Wenn man bedenkt, dass sieben Spielerinnen unseres Teams am letzten Sonntag ihr erstes Champions League Spiel überhaupt hatten, ist schon noch eine Menge Potential da."

Schnelles Umschalten auf die Bundesliga ist beim HCL nun gefragt, denn schon am Mittwoch trifft das Team um Kapitänin Karolina Kudlacz im Top-Spiel des siebten Spieltages auf den Tabellendritten aus Oldenburg. Die Mannschaft aus dem Norden, die mit Linkshänderin Laura van der Heiden und Anna Lörper auch zwei Top-Spielerinnen unter Vertrag haben, zeigten in dieser Saison zwei Gesichter und sind damit unberechenbar. Zuletzt schied die Oldenburg am vergangenen Wochenende überraschend in eigener Halle gegen Blomberg aus dem DHB-Pokal aus. "Das ist wirklich nicht so einfach Oldenburg in dieser Saison einzuschätzen, deswegen sind wir sehr gut beraten, wenn wir uns auf unsere Leistung konzentrieren und diese auch am Mittwoch aufs Parkett bringen", sagt HCL-Kapitänin Karolina Kudlacz im Vorfeld des Spieles am Mittwoch.