02.10.2013 21:00 Uhr - DHB-Pokal - chs

Thüringer HC erreicht Achtelfinale im DHB-Pokal

5 Tore: Alexandrina Barbosa5 Tore: Alexandrina Barbosa
Quelle: Mario Gentzel
Der Thüringer HC steht im Achtelfinale des DHB-Pokals. Nach anfänglichen Schwierigkeiten setzte sich das Team von Herbert Müller am Ende klar mit 27:17 (17:12) gegen den Ligakonkurrenten TuS Metzingen durch. Sonja Frey, Iveta Luzumova und Alexandrina Barbosa waren mit fünf Toren die erfolgreichsten Torjägerinnen des Double-Siegers. Auf der Gegenseit war die einstige THC-Spielerin Shenia Minveskaja (10/3) am treffsichersten.

Ein Schlagwurf von Shenia Minevskaja und ein schneller Konter von Lisa Mößinger, die TuS Metzingen erwischte einen guten Start in die Auswärtspartie. Der Titelverteidiger konnte sich bei Torhüterin Maike März bedanken, dass man in den ersten Minuten nicht deutlicher ins Hintertreffen geriet. Wenige Tage vor dem Start in die Champions-League tat sich der THC zunächst schwer im gebundenen Spiel. Temporeiche Ballstaffetten wie beim 1:2 von Luzumova, Mietzner und Frey waren zu selten, oftmals war es der berühmte "Kopf durch die Wand", mit dem die Hausherrinnen sich ins Spiel kämpfen wollten und so mit 3:6 (10.) ins Hintertreffen gerieten.

Über eien Steigerung in der Defensive kam der Titelverteidiger nun zu sienem gefürchteten Tempospiel. Die vor der Saison neu verpflichteten Luzumova und Barbosa sollten mit ihren Treffern zum 9:7 (17.) die Wende einleiten. Von ihren Gegenstößen profitierten die Gastgeber auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit. Metzingen unterband zu selten die erste oder zweite Welle, ging dementsprechend mit einem Fünf-Tore-Rückstand (17:12) in die Pause.

Im zweiten Spielabschnitt hatte der THC keine Mühe seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Metzingen kämpfte sich zwar zu Beginn noch einmal auf drei Tore heran, doch spätestens als Shenia Minevskaja von der Strafwurfmarke an Jana Krause gescheitert war und Franziska Mietzner beim 20:15 den alten Abstand wieder hergestellt hatte, war der Bann gebrochen. Die Tussies fanden nun offensiv keine Mittel mehr, um erfolgreich die THC-Abwehr zu durchbrechen und gerieten immer deutlicher ins Hintertreffen, eine Viertelstunde vor dem Ende konnte Luzumova dann von der Strafwurfmarkierung zum 25:15 das Polster in den zweistelligen Bereich werfen.

Insgesamt 17 Minuten dauerte die Torflaute der Ermstälerinnen an, ehe dann Minevskaja mit dem 26:16 (51.) den Ball an Krause vorbeibringen konnte. Doch für eine Wende war es zu spät, der THC setzte sich am Ende souverän durch und kann weiter von der Titelverteidigung träumen. Für Metzingen gilt es nun die volle Konzentration auf die Partien in der Liga zu richten.

"Es war der typische Spielverlauf für uns. Wir haben es in den letzten Spielen nie geschafft 60 Minuten durchzuziehen", so Torhüterin Maike März. "29:19 ist ein gutes Ergebnis und im Pokal zählt nur das Weiterzukommen." "Es war ein verdienter Sieg vom THC. Wir haben sehr gut angefangen und bringen uns dann selbst durch einfache Fehler ins Hintertreffen", so Metzingens Co-Trainerin Marielle Bohm, die in der zweiten Halbzeit den "fehlenden Mut" ihrer Schützlinge kritisierte.

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