17.08.2013 21:09 Uhr - 1. Bundesliga - red

Sparkassen Ladies-Cup: Thüringer HC als Gruppensieger im Halbfinale

Fehlte verletzt: Kerstin WohlboldFehlte verletzt: Kerstin Wohlbold
Quelle: Mario Gentzel
Der Thüringer HC hat beim Sparkassen Ladies-Cup zwei klare Siege gefeiert. Sowohl der HCM Baia Mare, wie auch Frankreichs Meister Metz HB waren dem THC nicht gewachsen. In einem packenden Duell konnten sich dann die Rumäninnen das zweite Halbfinalticket sichern, Metz bleibt nur das Spiel um Platz 5.

Thüringer HC – HCM Baia Mare 28:20 (16:9)

Der Thüringer HC erwischte einen perfekten Start in den Sparkassen Ladies-Cup. Die beiden Neuzugänge Alexandrina Barbosa und Iveta Luzumova zeigten sich im Rückraum des deutschen Meisters bereits gut integriert und aus einer stabil stehenden Deckung mit einer gut haltenden Maike März kam der THC schnell zu einer komfortablem 11:3-Führung. Dieses Polster konnte man gegen den rumänischen Vizemeister trotz der ersten personellen Wechsel mühelos verwalten und so wurden beim Stand von 16:9 die Seiten gewechselt. Auch im zweiten Durchgang hatte der THC keine Mühe den Kontrahenten auf Distanz zu halten. Herbert Müller konnte bedenkenlos Leistungsträgerinnen wieKerstin Wohlbold und Anja Althaus schonen und jungen Spielerinnen wie Torhüterinnen Dinah Eckerle Einsatzzeiten gewähren. Auch die eine oder andere taktische Variante, wie die offensive 3:3-Abwehr oder Franziska Mietzner am Kreis bekamen die Zuschauer in der Primshalle zu sehen. Zwischenzeitlich mit zehn Toren (25:15) in Führung konnte der THC einen ungefährdeten Auftakterfolg feiern.

Metz Handball – HCM Baia Mare 28:29 (14:15)

Nach der klaren Auftaktniederlage gegen den Thüringer HC war Baia Mare gegen Metz früh unter Zugzwang. Entsprechend engagiert ging der rumänische Vizemeister seine zweite Vorrundenpartie an. Baia Mare eroberte zwar früh die Führung, konnte sich gegen die beste Mannschaft Frankreichs nicht mehr als zwei Tore Vorsprung herausarbeiten. Metz nutzte bereits in der ersten Halbzeit die komplette Bank aus und konnte zwischenzeitlich in Führung gehen. Doch zum Ende der ersten Halvbzeit häuften sich ungenaue Zuspiele und überhastete Abschlüsse bei beiden Mannschaften und Baia Mare konnte eine knappe Führung (14:15) in die Pause nehmen. Die Rumäninnen hatten auch zu Beginn der zweiten Halbzeit leichte Vorteile und konnten sich so langsam absetzen. Doch Metz ließ sich auch von drei Toren Rückstand (16:19) nicht entmutigen, kämpfte gegen die drohende Niederlage an. Aber Baia Mare brachte angetrieben von einer stark aufspielenden Melinda Geiger den Sieg ins Ziel, auch wenn Kristina Liscevic praktisch mit dem Schlusspfiff noch zum 28:29-Endstand traf.

Thüringer HC – Metz Handball 24:18 (12:10)

Es war ein hochklassiges, temporeiches und über weite Strecken ausgeglichenes Duell zwischen den Doublesiegern aus Deutschland und Frankreich. Der Thüringer HC kompensierte das verletzungsbedingte Fehlen von Kerstin Wohlbold und Anja Althaus scheinbar mühelos. Vor allem Nadja Nadgornaja übernahm aus dem gebundenen Spiel viel Verantwortung und sorgte dafür, dass der THC stets vorlegen konnte. Metz gelang zunächst immer wieder der Ausgleich, doch eine kleine Schwächephase nutzten die Thüringerinnen, um durch zwei Kontertore von Alexandrina Barbosa auf 11:8 zu enteilen. Metz kämpfte sich vor der Pause schon auf zwei Tore heran und hatte auch im zweiten Spielabschnitt den besseren Start und glich noch einmal beim 13:13 (35.) aus. Doch der THC fing sich, allen voran Alexandrina Barbosa konnte ihre Weltklasse unter Beweis stellen und im Zusammenspiel mit Sonja Frey das Team zur ersten Sechs-Tore-Führung (20:14) führen. Die Partie war auch entschieden, weil Metz gegen die gut sortierte THC-Abwehr keine Gefahr aus dem Rückraum entwickeln konnte.