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06.06.2013 18:20 Uhr - Weltmeisterschaft - Christian Ciemalla

Ratner vor Rückspiel gegen DHB-Team: "Chancen stehen 10 zu 90"

Leonid Ratner: "Ich bin ein sehr alter Trainer, aber so viele Probleme habe ich noch nicht erlebt."Leonid Ratner: "Ich bin ein sehr alter Trainer, aber so viele Probleme habe ich noch nicht erlebt."
Quelle: Hermann Jack
Leonid Ratner ist eine Institution im ukrainischen Handball. Der Nationaltrainer der Frauennationalmannschaft musste in Deutschland im Hinspiel der Play-offs um den WM-Startplatz eine 16:24-Niederlage quittieren. "Unsere personellen Probleme waren offensichtlich", erklärte Ratner nach dem Spiel in Oldenburg. Der 75-Jährige hatte während des Spiels an der Seitenlinie immer wieder lautstark eingegriffen, nach dem Spiel gab er sich hingegen ruhig und gelöst. "Die Chancen stehen nur noch 10 zu 90", erklärte er mit Blick auf das Rückspiel in Kiew.

"Ich bin ein sehr alter Trainer, aber so viele Probleme habe ich noch nicht erlebt", schilderte Leonid Ratner seine aktuellen personellen Problemen. Vier kurzfristig verletzte Leistungsträgerinnen, ein neues Torhütergespann und zahlreiche weitere Rückschläge hatte Ratner im Vorfeld der WM-Play-offs hinnehmen müssen. Vor allem die kurzfristigen Ausfälle machten dem ukrainischen Team zu schaffen, übersetzte Oldenburgs Bundesliga-Trainer Leszek Krowicki auf der Pressekonferenz. "Wir hatten alles mit, was zur Verfügung stand: Junge, Alte, Angeschlagene...", ordnete Ratner die Niederlage seines Teams ein.

Ratner wollte mit seinem Team daher auch gar nicht zu sehr ins Gericht gehen. Die deutsche Auswahl sei stärker gewesen und auch für das Rückspiel habe er nicht viel Hoffnung. "Im Prinzip haben wir keine Chance am Sonntag. Ich hoffe, dass wir uns zu Hause etwas sicherer fühlen und dadurch auch sicherer Handball spielen", blickte der ukrainische Coach auf das Rückspiel in Kiew und bezeichnete die Chancen auf das Weiterkommen mit zehn Prozent.

"An seiner Stelle hätte ich das auch gesagt", lachte Heine Jensen, der die Favoritenrolle für das Rückspiel zwar annehmen wollte, aber davor warnte, dass das Spiel in der Ukraine kein Selbstläufer werde. "Wir haben gesehen, wie schnell es in Kiew gehen kann", verwies er auf einige schwarze Minuten seines Teams, in denen der deutsche Vorsprung von elf auf sechs Tore zusammenschrumpfte.

Ein "Danke" schickte Jensen unterdessen an den Journalisten, der in der Pressekonferenz bei Ratner nachhakte, ob denn Spielerinnen in den Kader zurückkehren werden. "Die Spielerinnen sind ernsthaft verletzt, wir werden mit dem gleichen Kader in das Rückspiel gehen", erklärte Ratner und vereinfachte somit auch die Planungen des deutschen Bundestrainers. Dieser will mit der deutschen Auswahl auch im zweiten Vergleich auf Sieg spielen und der Ukraine den Status des "Angstgegners" endgültig nehmen. Dieser rührt von der EM 2010, als Ratner und die Ukraine das deutsche Team mit einem 33:22 noch aus der Vorrunde warfen.

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