31.05.2013 09:52 Uhr - 1. Bundesliga - PM VL Koblenz/Weibern

Caroline Thomas: "Mich hat die Sehnsucht nach der Heimat dann doch wieder gepackt"

Caroline Thomas mit ihrem neuen TrikotCaroline Thomas mit ihrem neuen Trikot
Quelle: Andreas Walz
Caroline Thomas ist eine der neuen Hoffnungsträgerinnen der Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern. Im Interview verrät die gebürtige Daunerin nun, warum es sie in die alte Heimat zurückzieht und wie aus der Rückraumspielerin eine Kreisläuferin wurde. "Ich freue mich sehr auf die Spiele in der Conlog-Arena", so Thomas im Interview mit dem Pressedienst der Vulkan-Ladies.

Caro, nach drei Jahren in Blomberg geht es für dich zurück ins Rheinland. Wie kam es zum Wechsel zu den Vulkan Ladies?

Caroline Thomas:
Das stimmt nach drei Jahren in Blomberg, hat mich die Sehnsucht nach der Heimat dann doch wieder gepackt. Ich hatte nach meinem Weggang aus Trier immer mal wieder Kontakt mit Ildiko und so kam es, dass wir dann auch mal über einen möglichen Wechsel zu den Vulkan Ladies gesprochen haben. Dieses Jahr hat sich der Wechsel für mich aufgrund meiner abgeschlossenen Ausbildung dann sehr angeboten.

Du spielst in der kommenden Saison wieder mit Nadia Zimmermann und Lisa Schenk zusammen. Ihr habt schon gemeinsam beim TuS Daun, eurem Heimatverein gespielt. Welche Rolle spielten die beiden zukünftigen Teamkolleginnen bei dem Wechsel?

Caroline Thomas:
Es ist natürlich immer schön, wenn man den Verein wechselt und man kennt schon ein paar Mädels in der neuen Mannschaft. Dass ich aber nochmals mit Nadja und Lisa zusammen spiele, hätte ich vor ein paar Jahren nicht gedacht. Dennoch finde ich dies persönlich sehr schön und spannend. Wir haben jetzt, glaube ich, sieben Jahre nicht mehr zusammengespielt und ich bin mal gespannt ob es noch genauso gut klappt wie früher.

2005 wurdet ihr gemeinsam Südwestdeutscher Meister. Wie sehr verbindet euch dieser Erfolg heute noch?

Caroline Thomas:
Das war natürlich eine super tolle Zeit und wir denken, wenn wir uns sehen, auch immer gerne daran zurück. Das sind Erlebnisse die uns keiner mehr nehmen kann und die uns natürlich weiter gebracht haben.

Wie kam es nach deinem Wechsel zu den Miezen, zur Umstellung auf die Position am Kreis? Zuvor spieltest du ja überwiegend im Rückraum.

Caroline Thomas:
Das stimmt. In Daun habe ich die meiste Zeit im Rückraum gespielt. Die Idee zur Umstellung an den Kreis hatte meine Auswahl- und später auch Vereinstrainerin in Trier, Elena Vereschako. Sie sagte immer ich sei zu klein für den Rückraum und solle mich mal an den Kreis stellen. Das habe ich dann anscheinend gar nicht so schlecht gemacht. Seitdem bin ich nun also Kreisläuferin.

In Blomberg warst du sowohl am Kreis, als auch in der Abwehr eine feste Größe. Mit welchen Erwartungen kommst du nun zu den Vulkan Ladies?

Caroline Thomas:
Ich möchte mich schnell in die Mannschaft hinein finden und werde alles dafür tun den Vulkan Ladies am Kreis und auch in der Abwehr zu helfen. Ich denke Marina und ich sind zwei unterschiedliche „Typen“ am Kreis, was uns in der kommenden Saison mit Sicherheit helfen kann.

Du hast bereits einige Male das Nationaltrikot getragen. Wie siehst du die Chancen auf weitere Einsätze?

Caroline Thomas:
Ja, ich habe in der Jugend und bei den Juniorinnen in der Nationalmannschaft gespielt. Das waren natürlich immer tolle Spiele und Ereignisse. Mein Fokus liegt jetzt erst einmal ganz bei den Vulkan Ladies. Alles andere kommt von ganz alleine oder auch nicht. Natürliche ist es immer eine Ehre das Trikot der Nationalmannschaft zu tragen und deshalb gebe ich auch immer hundert Prozent auf dem Feld. Vielleicht kommen ja dann irgendwann noch einmal ein paar Einsätze hinzu.

Wie gut kennst du die aktuelle Mannschaft der Vulkan Ladies bereits? Gibt es bereits Kontakt zu einigen Spielerinnen?

Caroline Thomas:
Ich kenne schon ein paar Spielerinnen aus der aktuellen Mannschaft. Wie gesagt habe ich mit Lisa und Nadja in Daun zusammengespielt. Mit Svenja habe ich zusammen unter Ildiko in Trier gespielt. Und Marina kenne ich noch von früheren Spielen gegen Wittlich. Ich freue mich auch, dass ich nächste Saison noch mindestens ein Jahr mit Hildur zusammenspielen kann.

Wie sehr freust du dich auf die Conlog-Arena?

Caroline Thomas:
Das ist ja schon eine etwas andere Dimension, als im beschaulichen Blomberg, dass zwar ein lautes und treues Publikum hat, aber bei weitem nicht die Hallenkapazität. Ich freue mich sehr auf die Spiele in der Conlog-Arena, denn ja, dass ist wirklich schon was anderes als die kleine Halle in Blomberg. Ich habe selber als Zuschauer bei dem Spiel gegen Trier im Publikum gesessen und muss sagen, es war schon richtig klasse was da los war.

Mit welchen Erwartungen kommst du zu den Vulkan Ladies nach Koblenz?

Caroline Thomas:
Es ist wichtig, dass wir uns als Mannschaft schnell finden werden und dann denke ich, dass wir eine gute Saison spielen können. Ich persönlich möchte versuchen meine Erfahrungen, die ich besonders in den letzten drei Jahren in Blomberg gesammelt habe, in das Team einzubringen.