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28.04.2013 17:21 Uhr - 1. Bundesliga - dpa, red

Thüringer HC zittert sich ins Meisterschaftsfinale

Sonja Frey mit dem letzten Dreher gegen Natalie HagelSonja Frey mit dem letzten Dreher gegen Natalie Hagel
Quelle: Mario Gentzel
Happy End in letzter Sekunde: Die Handballerinnen des Thüringer HC haben nach einer turbulenten Partie zum dritten Mal hintereinander das Meisterschaftsfinale erreicht und peilen nun den Titel-Hattrick an. Der Pokalsieger verlor das Playoff-Halbfinalrückspiel am Sonntag gegen Bayer Leverkusen trotz Heimvorteils überraschend mit 27:30 (14:13), setzte sich in der Gesamtwertung aber dank des 27:23-Auswärtssieges durch. Den rettenden 27. Treffer erzielte Sonja Frey in der Nervenschlacht quasi mit dem Abpfiff.

Frey war beim Thüringer HC in der Salza-Halle von Bad Langensalza mit sechs Treffern auch die beste Schützin. Kerstin Wohlbold und Lydia Jakubisova erzielten jeweils fünf Tore. Beim aufopferungsvoll kämpfenden Hauptrunden-Fünften Leverkusen schoss die Spanierin Naiara Egozkue Extremado neun Tore, Kim Naidzinavicius steuerte sechs Treffer bei. Die Endspiele finden an den beiden kommenden Wochenenden statt, der THC tritt zuerst auswärts an.

Die Mannschaft von Coach Herbert Müller musste trotz des beruhigenden Auswärtssieges harte Gegenwehr brechen, selbst nach einer Drei-Tore-Führung in der Anfangsphase (6:3/7. Minute) blieb Leverkusen hartnäckig. In der 20. Minute stand es 9:13 - der THC-Vorsprung war dahingeschmolzen. Müller brachte seine Spielerinnen aber in einer Auszeit auf Kurs - es folgten fünf Tore hintereinander zum 14:13 zur Pause.

Auch nach dem Wiederanpfiff blieb es spannend, die Gäste nahmen das Zepter in die Hand und gingen gleich mehrfach mit drei oder vier Toren in Führung. In der 44. Minute sah obendrein THC-Torjägerin Nadeshda Nadgornaja beim Stand von 19:22 nach einem Foul die Rote Karte. Sechs Minuten vor dem Ende hatte der Serienmeister der 80er Jahre überraschend einen Gesamt-Gleichstand erreicht, lag mit 27:23 und wenig später sogar mit 29:23 vorn.

Eine halbe Minute vor dem Ende schien beim Stand von 30:25 trotz zuvor doppelter Bayer-Unterzahl die Überraschung perfekt. Doch Leverkusen kassierte eine weitere Zeitstrafe und so konnte Sonja Frey noch den entscheidenden Treffer erzielen, der die stark aufspielenden Leverkusenerinnen am Ende unglücklich geschlagen nach Hause reisen ließ. "So grausam und gleichzeitig so schön kann nur Sport sein", sagte Herbert Müller.



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