27.04.2013 16:03 Uhr - Primo Tours Dameligaen Dänemark - chs

Nach Halbfinalhinspielen: Erneut "deutsches Endspiel" möglich

Anna LoerperAnna Loerper
Quelle: Katja Boll
Der FC Midtjylland und das Team Tvis Holstebro haben gute Chancen ins Endspiel um die dänische Meisterschaft einzuziehen. Während sich das Team um Torhüterin Sabine Englert bei Viborg ein 24:24-Unentschieden erkämpfte, konnte die Mannschaft von Anna Loerper bei Titelverteidiger Randers gar mit 32:28 gewinnen. Bereits am morgigen Sonntag stehen in den jütländischen Derbys die Rückspiele auf dem Programm.

Das Duell zwischen Viborg und dem FC Midtjylland war ein spannendes Duell auf Augenhöhe. In der gesamten Spielzeit konnte sich keine Mannschaft mehr als zwei Tore absetzen. Diese "größte Führung" hatte der FCM beispielsweise beim 3:5 (10.) inne, Viborg gelang es maximal sich ein Tor Vorsprung herauszuwerfen, wie beim 12:11 (25.). Sabine Englert hatte an der guten Ausgangsposition mit mehr als 40 Prozent gehaltener Bälle großen Anteil. Beste Torjägerin am Abend war FCM-Linkshänderin Line Jørgensen (9). Für die Gastgeberinnen trafen Rikke Skov und Johanna Ahlm je fünfmal.

Wechselhafter präsentierten sich hingegen Randers und Holstebro. Die Gäste erwischten zunächst den besseren Start, gerieten dann aber mit sechs Gegentreffern in Folge plötzlich ins Hintertreffen, der Meister führte schon mit 11:6 (20.). Nach einer Auszeit von Trainer Niels Agesen stabilisierte sich Holstebro, doch vor allem Camilla Dalby, die bereits zehn ihrer insgesamt 18 Tore vor dem Seitenwechsel erzielte, bekam man nicht in den Griff und Randers nahm noch ein 18:14 in die Pause.

Mit einer kurzen Deckung gegen die nach Podgorica wechselnde Linkshänderin und die quirlige Spielmacherin Macarena Aguilar konnten die Gäste nach dem Seitenwechsel schnell zum 19:19 ausgleichen. Es ging nun hin und her, Randers legte zunächst vor, Holstebro zog nach und übernahm beim 23:24 das Kommando. Bis zum 26:26 war der Ausgang der Partie noch völlig offen, dann sorgte Holstebro mit einem 4:0-Lauf jedoch für die Entscheidung. Es war auch beim Team um Nationalspielerin Anna Loerper (2 Tore) der Tag der Linkshänderinnen, denn Louise Burgaard und die ehemalige Oldenburgerin Thorey Rosa Stefansdottir trafen je achtmal.