09.04.2013 10:28 Uhr - 1. Bundesliga - Roman Knabe, red

THC muss Hypo aus dem Kopf bekommen

Keine Gedanken an Hypo für die ehemalige Blombergerin Nadja Nadgornaja Keine Gedanken an Hypo für die ehemalige Blombergerin Nadja Nadgornaja
Quelle: Mario Gentzel
Am Mittwochabend um 19.30 Uhr starten die Bundesligadamen in Blomberg in das Play-off-Viertelfinale. Noch sind die Gedanken bei dem Aufreger gegen Hypo Wien und doch wird in der Schlussphase der Meisterschaft die volle Konzentration benötigt.

Das mussten Buxtehude und Leverkusen nach der ersten Hälfte ihrer 120-Minuten-Spiele feststellen - für beide ist in den Rückpartien noch alles drin. Platz 1 gegen Platz 8 - dort steht ja Blomberg am Ende der Hauptrunde, sollte eine klare Sache werden, meint man. Aber vieles ist möglich, wenn vielleicht die Gedanken der Spielerinnen schon beim Rückspiel gegen Hypo sind. Blomberg sieht den amtierenden Meister als klaren Favoriten, will aber "mit der Unterstützung der eigenen Fans die Thüringer Gäste möglichst lange ärgern“. „Nach einer Saison mit Höhen und Tiefen, insbesondere einer unglaublichen Verletzungsmisere, hat sich unsere Mannschaft mit dem Erreichen der Play-Offs um die Deutsche Meisterschaft selbst belohnt. Gegen den THC sind wir nun natürlich klarer Außenseiter, gleichwohl wollen wir die beiden Partien möglichst lange ausgeglichen gestalten", so HSG Geschäftsführer Torben Kietsch.

Herbert Müller tritt mit allen Spielerinnen des Sonntagspiels die Fahrt nach Blomberg an, es fehlen wie bisher die verletzten Nadja Bolze (Mittelfußbruch) und Petra Popluharova (Bänderanriss). "Wir sind sehr froh, dass es keine neuen Verletzungen gab und stellen uns auf die Herausforderung der jetzt anstehenden englischen Wochen ein", so Herbert Müller.

Der Trainer weist auf die besondere Gefährlichkeit des Play-off-Modus hin. "Es sind 120 Minuten-Spiele, wie im Europacup. Und da muss jedes Team mit voller Konzentration zu Werke gehen, sonst ist man vor unangenehmen Überraschungen nicht sicher", meint der Trainer und macht klar: "Es geht für jede Mannschaft wieder von Null los - in unserem Fall, Achter gegen Erster, spielt es keine Rolle, dass wir nach der Hauptrunde 22 Punkte mehr als Blomberg auf dem Konto haben."

Druck das Halbfinale zu erreichen hat vor allem der Thüringer HC. "Die HSG kann völlig unbeschwert aufspielen, das Team hat nichts zu verlieren. Welche Folgen das haben kann, zeigen die bisherigen Play-off-Partien gegen genau diesen Gegner. In der Vorsaison blieben wir zweimal Sieger, allerdings mit knappen Resultaten (29:26, 27:25). 2010/2011 gab es im Auswärtsspiel sogar ein 25:25 Unentschieden - die Heimpartie konnten wir danach klar mit 38:28 gewinnen. Wir werden voll konzentriert in die Partie gehen, vor allem das so intensive Europacupspiel vom Wochenende muss schnell aus den Köpfen heraus", so Müller weiter und mahnt: "Man darf sich damit keine Sekunde mehr beschäftigen, sonst kann es schnell ein böses Erwachen geben."