08.04.2013 14:08 Uhr - 1. Bundesliga - PM Leverkusen

Naidzinavicius verlängert vorzeitig in Leverkusen

Kim NaidzinaviciusKim Naidzinavicius
Quelle: Michael Heuberger
Sie steht für die Zukunft des deutschen Frauenhandballs, die Experten sehen sie spätestens bei der Heim-WM 2017 als Dreh- und Angelpunkt der deutschen Nationalmannschaft. Sie selbst sieht ihre Zukunft unter dem Bayer-Kreuz: Kim Naidzinavicius hat ihren Vertrag bei den Elfen vorzeitig bis 2016 verlängert. „Ich fühle mich in Leverkusen wohl und habe einen super Job“, sagt die große Blonde, die am 6. April ihren 22. Geburtstag feiert: „Es gab für mich keinen Grund, das Angebot nicht anzunehmen.“ Geschäftsführerin Renate Wolf ist „stolz und glücklich, dass sie bei uns bleibt. Kim ist eine tragende Säule unseres Spiels und aus der Mannschaft gar nicht mehr wegzudenken.“

Im Sommer 2011 kam Kim Naidzinavicius von der HSG Bensheim-Auerbach an den Rhein. Zwei Jahre später gehört sie zur Creme de la Creme des deutschen Frauenhandballs und ist Stammspielerin im Team von Bundestrainer Heine Jensen. Sportlich hat sich also eine ganze Menge getan, doch Kim legt Wert darauf, dass sie sich selbst immer treu geblieben ist: „Persönlich bin immer noch dieselbe Kim, die ich vor zwei Jahren war.“ Die abseits des Parketts sympathisch und bescheiden daherkommt, aber sportlich in der nun zu Ende gehenden Saison einen gewaltigen Satz nach vorne gemacht hat. Aus dem Team der Elfen ist sie als Spielgestalterin, Abwehrchefin und Torjägerin nicht wegzudenken. Ja, sagt sie, „im letzten Jahr lief es sportlich gesehen besser, was natürlich dazu führt, dass ich mich hier wohl so fühle“.

Seit Mai 2012 ist Kim Naidzinavicius Nationalspielerin, und manchmal, wenn sie intensiv über alles nachdenkt, ist sie noch immer ein bisschen überrascht von der eigenen sportlichen Entwicklung. „Wenn ich zurückschaue auf die letzten Jahre, ging das alles doch sehr rasant“, sagt sie. Der Wechsel an den Rhein sei im Nachhinein betrachtet genau die richtige Entscheidung gewesen: „Ich denke ich habe gerade in Bezug auf Leverkusen alles richtig gemacht.“ Ihre Trainerinnen Renate Wolf und im vergangenen Jahr Heike Ahlgrimm haben sie geprägt, vor allem an „Ahli“ geht Kims spezieller Dank: „Heike hat mir im letzten Jahr viel Vertrauen geschenkt, wodurch ich meine Leistungen stetig verbessern und mich zeigen konnte.“

In den Play-offs, das ist ihr Plan, will sie ihren Teil dazu beitragen, dass das Viertelfinale für die Elfen noch längst nicht die Endstation sein muss: „Die Saison ist noch nicht vorbei! Wir können und wollen jetzt zeigen, dass wir auch mit den ersten Vier mithalten können.“ Im Rückblick auf die Spielzeit findet sie vor allem ein Ergebnis sehr schade: „Das Ausscheiden im DHB-Pokal.“ Bei der Achtelfinal-Niederlage gegen den FHC Frankfurt war sie übrigens nach ihrem im Spiel gegen Buxtehude erlittenen Bänderrisses nicht dabei, ihre Tore und ihre Präsenz auf dem Platz fehlten den Elfen schmerzlich.

Für die nächsten Jahre hat Kim Naidzinavicius ganz klare Ziele. Mit den Elfen will sie einen Titel holen, und „in der Nati möchte ich mich natürlich weiter entwickeln und zu mehr Spielanteilen kommen“. Bei den nächsten Länderspielen und Turnieren will sie unbedingt dabei sein. Bundestrainer Heine Jensen wird an einer Spielerin von ihrem Format kaum vorbeikommen. Wie die meisten Gegner auch nicht.