24.02.2013 17:42 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Frankfurter HC gibt in Trier sicheren Sieg noch aus der Hand

Christine BeierChristine Beier
Quelle: Hermann Jack
Die Handball-Frauen des Frankfurter HC haben in der Bundesliga einen bereits sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben. Die Oderstädterinnen kamen am Sonntag bei der abstiegsbedrohten DJK/MJC Trier trotz zwischenzeitlicher Fünf-Tore-Führung beim 27:22 nicht über ein 30:30 (14:14) hinaus und haben im Kampf um Playoff-Platz fünf einen wichtigen Zähler eingebüßt. Für Trier könnte der Punkt im Kampf um den Klassenverbleib unterdessen entscheidend sein - die Miezen haben den Abstand auf den TuS Metzingen auf einen Punkt verkürzt.

Die Miezen gingen in einer von beiden Seiten nervös geführten Anfangsphase durch Lena Zelmel mit 1:0 in Führung. Nach ausgeglichener Anfangsphase (2:2/5.) warfen dann Tine Beier und Anne Jochin die Frankfurterinnen mit zwei Treffern zum 4:2 in Front (6.). Bis zur 19. Minute zogen die Gäste durch weitere Tore des treffsicheren Rückraums um Beier, Jochin, Friederike Gubernatis und Franziska Mietzner beim 10:7 erstmals auf drei Treffer davon.

Emi Uchibayashi erzielte das 13:10 (24.), doch danach musste Frankfurt nach drei Gegentoren in Folge den Ausgleich quittieren - Trier kämpfte sich mit Toren von Mégane Vallet, Cristina Cabeza Gutiérrez und Silvia Solic wieder auf 13:13 heran. Die Gelegenheit mit einer Führung in die Kabine zu gehen, nutzen die Miezen jedoch nicht. So hieß es zur Pause 14:14.

Nach dem 17:17 (34.) stellten die Brandenburgerinnen mit drei Treffern zum 20:17 (38.) den alten Abstand wieder her. Die Gäste fanden besser ins Spiel und erzielten immer wieder schnelle Rückraumtore aus der zweiten Welle heraus. Der Abstand wuchs und als Anne Jochin elf Minute vor Spielende das 27:22 für den FHC erzielte, schien der Sieg bei den abstiegsbedrohten Trierer Miezen eigentlich bereits unter Dach und Fach.

Aber die Gastgeberinnen, die fast über die gesamte Partie im Rückstand lagen, kämpften sich wieder heran. Trier nahm eine Auszeit und verkürzte auf 24:27 (50.). Anne Jochin scheiterte vom Siebenmeterpunkt, versenkte aber den Abpraller zum 24:28 (51.). Noch war der FHC auf Kurs, doch Trier gab sich nicht auf: Carolin Schmele traf per Strafwurf zum 25:28 für Trier. Als danach Tine Beier für zwei Minuten vom Parkett gestellt wurde, schafften die Miezen mit zwei Toren den Anschluss zum 27:28 (55.), ehe Schmele erneut vom Siebenmeterpunkt ausglich (28:28/57.).

In einer turbulenten Schlussphase brachte Christine Beier die Gäste achtzig Sekunden vor Ultimo zwar wieder mit 30:28 in Front, doch bereits acht Sekunden später gelang Trier unter dem Jubel der 1.300 Zuschauer durch die spanische Spielmacherin Cabeza Gutiérrez der Anschluss zum 29:30. 38 Sekunden vor dem Ende erhielt Friederike Gubernatis eine weitere Zeitstrafe und Schmele gelang der glückliche Ausgleich für Trier. In den verbliebenen 23 Sekunden gelang dem FHC kein Treffer mehr.