16.02.2013 17:48 Uhr - 1. Bundesliga - dpa, PM Vereine

Frankfurter HC besiegt Tabellennachbarn Leverkusen

Anne Jochin erzielte sieben TrefferAnne Jochin erzielte sieben Treffer
Quelle: Hermann Jack
Die Handballerinnen des Frankfurter HC haben im Rennen um eine gute Playoff-Ausgangsposition einen wichtigen Sieg gelandet. Die Oderstädterinnen besiegten am Samstag vor knapp 1.000 Zuschauern in der Brandenburg-Halle Bayer Leverkusen mit 32:27 (16:15) und zog nach Punkten mit den Rheinländerinnen gleich. Nur aufgrund des besseren Torverhältnisses bleibt Leverkusen mit 18 Punkten in der Bundesliga auf Rang sechs.

"Wir haben nach 13 Minuten aufgehört, Handball zu spielen", musste Leverkusens Trainerin Heike Ahlgrimm nach der Partie konstatieren: "Was wir hier anschließend 45 Minuten auf dem Platz gezeigt haben, war schlichtweg Arbeitsverweigerung. Ich bin richtig enttäuscht." Denn nach der ersten Phase des Abtastens hatte sich Leverkusen bereits nach sieben Minuten eine eigentlich komfortable 8:3-Führung erspielt und auch beim 9:6 war nach eben dreizehn Minuten die Welt der Gäste noch in Ordnung.

"Wir waren in der Abwehr nicht mehr so aggressiv und haben uns von Frankfurt den Schneid abkaufen lassen", sagte Ahlgrimm: "Wir haben keinen Abpraller bekommen, weil wir gedanklich immer einen Schritt zu spät waren, und mit vier verworfenen Siebenmetern kann man natürlich in der Bundesliga auch kaum ein Spiel gewinnen."

"Kompliment an meine Mannschaft für die Leistung nach dem 3:8. Da haben wir dem Spiel unseren Stempel aufgedrückt und die Konter von Leverkusen unterbunden. Die gute Abwehrarbeit und die Leistung beider Torhüterinnen waren der Sieggarant", konnte sich unterdessen FHC-Coach Dietmar Schmidt freuen. Beim 12:12 hatte sein Team den Ausgleich gesetzt und zum Seitenwechsel mit dem 16:15 auch die Führung überommen.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts glich Leverkusen noch einmal auf, doch der FHC hielt das Heft weiterhin fest in der Hand. Gleich zu Beginn des zweiten Spielabschnitts legten die Gastgeberinnen dann bis zum 23:18 (41.) den Grundstein für den Heimerfolg, der sie nach Punkten in der Tabelle wieder aufschließen lässt. "Egal, was wir anschließend probiert haben, ob nun einfache oder doppelte Manndeckung, nichts hat funktioniert", sagte Ahlgrimm. Mandy Burrekers sowie Melanie Herrmann, die gleich vier Strafwürfe der Gäste entschärfte, waren die Garanten, dass die Frankfurterinnen den Vorsprung mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung bis zum Ende verteidigten.