30.01.2013 13:48 Uhr - 1. Bundesliga - Holger Riegel

Wenn der Wecker viermal klingelt - Ein Tag mit... Beate Scheffknecht

Beate Scheffknecht bei der AnzeigengestaltungBeate Scheffknecht bei der Anzeigengestaltung
Quelle: Frisch Auf Frauen
Einen ausgefüllten Tag gilt es für Beate Scheffknecht zu bewältigen. Die 22-jährige Österreicherin, die gestern ihre Vertragsverlängerung unter dem Hohenstaufen bekanntgab, absolviert neben der Handball-Bundesliga eine Ausbildung zur Marketingkauffrau. „Entweder arbeite ich weiter oder hänge noch ein Studium an“, beschreibt sie ihre noch nicht konkreten Zukunftspläne.

„Es gibt nichts Schöneres, als sich auf weitere zehn Minuten Schlaf zu freuen“, beschreibt „BA“ ihren Start in den Tag. Gleich vier Mal klingelt in Bartenbach morgens der Wecker und beschert der Nr. 4 der Grün-Weißen einen Schlummerstart in den Tag. Um 6.44 Uhr ist dann aber Schluss mit schlafen, aufstehen ist angesagt und fortan geht es schnell bei Beate Scheffknecht.

Kurz ins Bad, danach in die am Vortag bereit gelegten Klamotten schlüpfen und ab geht es in Richtung Gingen/Fils. Um 7.30 Uhr stempelt Beate bei der Firma Bosig GmbH ein und beginnt ihren Arbeitstag. „Natürlich war ich im Rahmen der Ausbildung in allen Abteilungen unterwegs, aber der Schwerpunkt liegt im Marketingbereich“, erklärt die Rückraumspielerin.

Dort sitzt sie dann am Computer und arbeitet viel mit Grafik- und Fotoprogrammen. „Der Job macht viel Spaß, da alles sehr kreativ ist. Das passt zu mir“, erzählt Scheffknecht. Imagebroschüren, Prospekte, Plakate, Anzeigen und Messeauftritte gilt es im Marketingbereich zu gestalten, eine Vielfalt, die der österreichischen Nationalspielerin gefällt.

Bis Juni geht sie zudem zwei Mal in der Woche nach Stuttgart auf die Berufsschule und die Abschlussprüfungen stehen an. Was danach kommt weiß sie noch nicht endgültig. „Entweder arbeite ich weiter oder hänge noch ein Studium an“, beschreibt sie ihre noch nicht konkreten Zukunftspläne.

Um 16.30 Uhr ist dann Feierabend bei Bosig und es geht nach Hause. Ein bisschen Haushalt, ein bisschen Entspannung, viel Zeit bleibt nicht, denn um halbsieben geht es Richtung EWS Arena – Training ist angesagt. Irgendwann zwischen 21.00 und 21.30 Uhr ist Beate Scheffknecht wieder in ihren eigenen vier Wänden und startet dort noch mal voll durch. „Ich kann abends am besten lernen“, erzählt sie. Allerdings wird nur bei Bedarf gelernt, etwa wenn Arbeiten in der Schule anstehen.

Doch mit den Abschlussprüfungen im Visier wird die Spätschicht in den nächsten Wochen wohl zur Gewohnheit. Ist die Lernerei erledigt wird noch ein bisschen ferngesehen, die Österreicherin braucht Zeit um runter zu kommen und vor Mitternacht geht es eigentlich nie ins Bett. Dort nimmt „BA“ noch ein Buch zu Hand. „Ich liebe es noch etwas zu lesen, auch wenn mir oft schnell die Augen zu fallen“, sagt sie. Davor wird natürlich noch der vierfache Wecker aktiviert damit auch am nächsten Tag der Schlummerstart funktioniert.