25.01.2013 10:43 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

Fokus Abwehrarbeit vor Pokalduell zwischen Leverkusen und Frankfurt

Abwehrarbeit ist TrumpfAbwehrarbeit ist Trumpf
Quelle: Heinz Zaunbrecher
Am Sonntag (27.01., 16 Uhr) steigt in der Smidt-Arena das Spitzenspiel im Achtelfinale des DHB-Pokals. Die Elfen treffen auf den Frankfurter HC, und alleine der Blick auf Bundesligatabelle, in der beide Teams mit 16:14 Zählern gleichauf im Mittelfeld liegen, verspricht das berühmte Duell auf Augenhöhe.

„Wir haben eben kein Glück bei der Pokalauslosung“, kommentierte FHC-Trainer Dietmar Schmidt seinerzeit die Ansetzung: „Aber es lässt sich nicht ändern, dann müssen wir Leverkusen eben in eigener Halle schlagen. Dort haben wir aus dem Punktspiel ohnehin noch eine Rechnung offen." Mit 29:26 (17:13) setzten sich die Elfen damals durch, es war der erste Heimsieg der laufenden Saison. „Der Pokal ist eine ganz andere Geschichte, keiner wird auf das Ligaspiel gucken“, sagt Elfen-Trainerin Heike Ahlgrimm: „Ich bin sehr froh, dass wir ein Heimspiel haben und nicht nach Frankfurt/Oder reisen müssen. Es wird aber so oder so verdammt schwer, denn Frankfurt ist extrem stark besetzt.“

Die Qualitäten von Spielmacherin Anne Jochin (89/16 Saisontore) sind in Leverkusen bestens bekannt, mit den Nationalspielerinnen Christine Beier (82), Franziska Mietzner (77/22) und Friederike Gubernatis (35/3) hat man weitere starke Spielerinnen im Rückraum im Kader. Die Räume für die Distanzwerferinnen schaffen vor allem die groß gewachsenen Kreisläuferinnen Susann Schneider und Nadine Rost.

„Das wird ein ‚alles oder nichts‘-Spiel, unser Ziel ist das Final Four in Göppingen, und dafür wollen wir gegen Frankfurt nun den ersten Schritt machen“, sagt Heike Ahlgrimm: „Ich erwarte vom Team eine Steigerung im Vergleich zu den letzten beiden Spielen. Wir haben viel geredet, und ich habe ein gutes Gefühl.“ Eine Steigerung will nicht nur Ahlgrimm, sondern auch FHC-Trainer Dietmar Schmidt sehen, vor allem in der Deckung. „Das ist momentan unser größtes Sorgenkind“, so der Olympiasieger. 36 Gegentore hatten die Oderstädterinnen am vergangenen Spieltag beim Tabellenletzten in Bad Wildungen quittieren müssen, zum Glück allerdings auch 38 geworfen. „Wir stehen hinten einfach nicht kompakt genug“, erkannte der Coach und wusste, woran er mit seiner Mannschaft in dieser Woche besonders arbeiten musste.

Auch Anne Jochin rechnet sich für den Sonntag etwas aus, denn der FHC wird in Bestbesetzung auflaufen. „Über das Final Four haben wir noch nicht gesprochen, wir konzentrieren uns nur auf Leverkusen“, sagt Jochin: „Gegen uns spielt man nie gerne, denn man weiß nie, was bei uns rauskommt.“ Bei den Elfen will man sich sowieso ausschließlich auf die eigenen Stärken konzentrieren. „Wenn wir unser Potential abrufen, dann haben wir immer eine Siegchance“, glaubt Heike Ahlgrimm.



cs