19.01.2013 20:37 Uhr - 1. Bundesliga - dpa, PM FHC, red

Frankfurter HC gewinnt knapp beim Schlusslicht

Christine BeierChristine Beier
Quelle: Hermann Jack
Die Handball-Frauen des Frankfurter HC haben am Samstag den achten Saisonsieg in der Bundesliga eingefahren. Die Oderstädterinnen gewannen beim Tabellenletzten HSG Bad Wildungen Vipers mit 38:36 (21:17) und verbesserten sich damit vorläufig auf Tabellenplatz sechs. Den Respekt der gut 400 Zuschauer verdienten sich aber auch die Gastgeberinnen, die trotz des personellen Aderlasses der letzten Wochen gut mithielten.

Anne Jochin hatte die Frankfurterinnen mit zwei Treffern nach zwei Minuten schnell 2:0 in Führung geworfen. Doch die Gastgeberinnen blieben dran und hielten danach bis zum 6:6 (12.) den Gleichstand. Ein verwandelter Siebenmeter von Franziska Mietzner sowie Tore von Anne Jochin und Anja Scheidemann bescherten den Gästen beim 9:6 (14.) die erste Drei-Tore-Führung.

Zwar konnten die finanziell wie personell gebeutelten Nordhessen in einer torreichen Partie mehrfach verkürzen, die Führung gab der FHC aber nicht mehr ab (14:16/23.). Vor der Pause erhöhten Franziska Mietzner, Anne Jochin und Friederike Gubernatis von 18:16 auf 21:16, ehe Tessa Cocx für die Vipers per Strafwurf zum 17:21-Halbzeitstand traf. Die prägenden Spielerinnen waren unterdessen Christine Beier beim FHC und Sabine Heusdens bei den Gastgeberinnen.

In einem offenen Schlagabtausch ließen die Frankfurterinnen nach dem Wechsel nichts mehr anbrennen (18:23/32.). Eine Viertelstunde vor Schluss markierte Anne Jochin Tor Nummer 30 für den FHC, die Gastgeberinnen hatten zu diesem Zeitpunkt 24 Mal getroffen. Bis zum 33:27 (48.) hielt der Vorsprung. Erst in der Schlussphase konnten die Gastgeberinnen noch einmal verkürzen, der Sieg des FHC geriet jedoch zu keiner Zeit in Gefahr.

Stimmen zum Spiel:

Dietmar Schmidt (Trainer Frankfurter HC):
Es war das erwartet schwere Spiel, denn für Bad Wildungen war es eigentlich die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Dementsprechend motiviert waren deren Spielerinnen und Zuschauer. Nach vorn hat meine Mannschaft sehr ordentlich gespielt und die Partie beherrscht, in der Abwehr etwas Pech gehabt mit einigen Abprallern. Dennoch hätten wir das Spiel sicherer gestalten und den Vorsprung nach den sechs Toren noch ausbauen können. Am Ende wurde es durch die Strafzeit gegen Franziska Mietzner noch einmal spannend. Aber unser Sieg war absolut verdient.