19.01.2013 12:10 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine / red

Oldenburg empfängt Tabellennachbar Leverkusen

Wiebke Kethorn trifft mit dem VfL Oldenburg auf LeverkusenWiebke Kethorn trifft mit dem VfL Oldenburg auf Leverkusen
Quelle: sportseye.de
Zum Spiel des Tabellenvierte gegen den -fünften ist am Sonntag der TSV Bayer Leverkusen in der EWE-Arena beim VfL Oldenburg zu Gast. Beide Mannschaften blicken auf gute Siegesserien zurück, die am vergangenen Sonntag ihr Ende fanden.

Der VfL verlor nach drei Erfolgen in der Handball-Bundesliga mit 25:27 bei FA Göppingen ein turbulentes Spiel mit vier Roten Karten und insgesamt 17 Hinausstellungen für jeweils zwei Minuten. Leverkusen, der Tabellenfünfte, gewann vor der 28:33-Niederlage gegen Spitzenreiter Buxtehuder SV sogar neun Pflichtpartien in Folge – inklusive der aufsehenerregenden Siege gegen Leipzig (35:26) am 6. Januar und des 30:27-Erfolges drei Tage später bei Meister Thüringer HC.

Darum stehen die Elfen, die insgesamt zehn Spielerinnen mit Einsätzen in Nationalmannschaften im Kader haben, deutlich besser da als noch zu Saisonbeginn. Nach dem Oldenburger Hinspielsieg (35:31) am 26. September hatte Bayer deprimierende 0:8 Zähler auf dem Konto – das neuformierte Team der ebenso neuen Trainerin Heike Ahlgrimm schien extreme Schwierigkeiten zu haben. "Doch Leverkusen hat sich extrem gut entwickelt. Wir rechnen mit einem völlig anderen Gegner" sagt VfL-Rechtsaußen Maike Schirmer.

Nicht dabei bei den Gästen ist Kim Naidzinavicius, die gegen Buxtehude eine Sprungelenksverletzung erlitt. Beim VfL fehlen weiter Lois Abingh und Rabea Neßlage. Wieder mitwirken kann Oldenburgs Torfrau Julia Renner nach überstandenem Mittelhandbruch. Wohl auf der Bank sitzen kann auch Trainer Leszek Krowicki, der in dieser Woche unter einer Blasenentzündung litt und am Donnerstag das Vormittags-Training nicht leiten konnte. Am Donnerstag Abend und auch am Freitag war der Coach wieder bei seiner Mannschaft in der Halle.

Schirmer erwartet ein enges Spiel gegen einen "auf allen Positionen gut besetzten" Gegner. Der Schlüssel zu einem Oldenburger Sieg liege in der Abwehrarbeit. Ähnlich sieht es Tess Wester, die in den vergangenen Wochen fast die alleinige Verantwortung im Tor hatte, diese Aufgabe aber gemeistert hat: "Diese Spiele haben bei mir keinen zusätzlichen Druck erzeugt, es hat sogar Spaß gemacht." Auch gegen Göppingen habe, so Wester, die Deckungsarbeit lange gut funktioniert. Am Ende kam Göppingen zu einem umjubelten Sieg.

"Wir müssen besser spielen als zuletzt gegen Buxtehude", fordert unterdessen Elfen-Trainerin Heike Ahlgrimm, für die "Oldenburg zu Hause natürlich favorisiert ist. Aber wenn wir aggressiv in der Abwehr stehen und vorne unsere Chancen nutzen, dann können wir dort was holen." Dass der VfL das Hinspiel in dieser Saison in Leverkusen gewonnen hat, wird auch laut Ahlgrimm am Sonntag keine Rolle spielen. "Wir hatten damals eine schwere Zeit und waren mit drei Niederlagen gestartet. Jetzt haben wir in den letzten Wochen viel Selbstvertrauen getankt", sagt die Trainerin. Das 28:33 gegen Tabellenführer "Buxte" sei möglicherweise auch ein Dämpfer zur richtigen Zeit gewesen. "Wir haben gesehen, dass wir für den Erfolg hart arbeiten müssen und jede 100 Prozent geben muss", sagt Ahlgrimm.

Das Spiel gegen Leverkusen ist das erste an einem Sonntag stattfindende Heimspiel in diesem Jahr. Weil sonntags die Halle bei VfL-Spielen meistens besser besucht ist als an anderen Wochentagen und weil Leverkusen einer attraktiveren Gegner ist, rechnet der VfL mit rund 1500 Zuschauern. „Der gute Vorverkauf lässt auf eine volle Halle schließen“, sagt VfL-Marketingleiter Stefan Eickelmann.