12.01.2013 17:56 Uhr - 1. Bundesliga - dpa und Matthias Braun

Frankfurter HC stoppt Negativlauf: 26:21 gegen Aufsteiger Koblenz/Weibern

Franziska MietznerFranziska Mietzner
Quelle: Andreas Walz
Nach zwei Niederlagen zu Beginn des Jahres haben die Handball-Frauen des Frankfurter HC wieder gewonnen. Die Brandenburgerinnen besiegten am Samstag in der Bundesliga den Aufsteiger Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern mit 26:21 (12:9). Mit dem siebten Saisonsieg rückte der FHC in der Tabelle (14:12 Punkte) vorläufig auf Platz sechs vor.

Die Partie gegen den Neuling wurde für die Frankfurterinnen zu einem schweren Stück Arbeit. Verunsichert von den jüngsten Negativresultaten benötigten die Gastgeberinnen etwas Anlauf und lagen zunächst nach drei Minuten 1:3 zurück. Die Gäste versuchten es mit einer offensiven 3:2:1-Deckung, doch die starke Tine Beier sorgte beim 5:4 (11.) mit ihrem vierten Treffer für die erste FHC-Führung.

Das danach folgende Comeback von Franziska Mietzner, die nach ihrer Knieverletzung erstmals wieder zum Einsatz kam, stabilisierte vor allem die Deckung und verlieh der Offensive Selbstvertrauen. Die Brandenburgerinnen fanden besser ins Spiel und obwohl zwei Siebenmeter und freie Würfe im Tempogegenstoß nicht genutzt wurden, setzte sich der FHC gegen nachlassende Gäste auf 11:6 ab (26.). Insbesondere die Frankfurter Deckung wurde für die Vulkan-Ladies immer schwerer zu überwinden.

Mit drei Treffern nach der Pause wuchs der Vorsprung auf 15:9 (34.). Weiter konnten die Gastgeberinnen die Führung jedoch nicht ausbauen. Der Aufsteiger verkürzte noch einmal auf 14:18 (44.), aber Anne Jochin gelangen nun die einfachen Tore (21:15/48.). Ohne wirklich zu glänzen brachten die Frankfurterinnen den Sieg sicher nach Hause.

Beste Torschützin und Spielerin beim FHC war Christine Beier mit acht Treffern. Anne Jochin, Anja Scheidemann und Franziska Mietzner erzielten je fünf Tore. Für die Gäste waren Paraskevi Kazaki und Anna-Maria Jaszczuk (je vier Tore) am erfolgreichsten. Schon am Mittwoch steht für die Frankfurterinnen mit dem Nachholspiel beim HC Leipzig in der zweiten englischen Woche hintereinander die nächste Partie auf dem Programm.

Stimmen zum Spiel:

Ildiko Barna (Trainerin Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern): 21 Tore sind einfach zu wenig in so einem Spiel. Das war unser größtes Problem. Wir wollten Frankfurt mit unserer Abwehr ein wenig überraschen, aber nach einer Viertelstunde war etwas Chaos in unsere Abwehr gekommen. Tine Beier hat den FHC mit ihren Einzelaktionen wieder nach vorn gebracht und wir sind nicht mehr rangekommen.

Dietmar Schmidt (Trainer Frankfurter HC): Wir mussten diesen Sieg heute holen. Kompliment an unsere Abwehr, sie war heute die Grundlage für den Erfolg und zahlreiche Konter. Allerdings hat man bei einigen Abschlüssen auch den psychischen Druck gespürt, der auf der Mannschaft lastete. Koblenz hat diszipliniert gespielt und auf Fehler gewartet. Am Ende denke ich, geht der Spielausgang für uns in Ordnung. Wir konnten den Kopf wieder frei bekommen, auch wenn das natürlich ein Arbeitssieg war.