15.12.2012 14:12 Uhr - Europameisterschaft - chs

Dänemark schnappt Russland Platz 5 weg

Kam extra für das Spiel um Platz 5: Laerke MøllerKam extra für das Spiel um Platz 5: Laerke Møller
Quelle: Michael Heuberger
Am Ende haben der jüngsten Mannschaft des Turniers nur Kleinigkeiten gefehlt, um das Turnier auf dem fünften Platz zu beenden. Dänemark, mit einem Altersschnitt von 24,2 Jahren nur unwesentlich älter, setzte sich unter anderem wegen der zwei mehr erzielten Gegenstoßtore mit 32:30 (15:15) gegen Russland (Altersschnitt 24 Jahre) durch. Ann Grete Nørgaard und Louise Burgaard trafen je achtmal für die Skandinavier, während für Russland Anna Sen (6/5) und Polina Kuznetcova (5) am häufigsten trafen.

Mit der Abwehrarbeit nahmen es beide Mannschaften nicht so genau. Im siebten Spiel innerhalb von zwölf Tagen machte sich hüben wie drüben die Müdigkeit bemerkbar. Die Folge war ein durchaus tor-, aber auch eben zeitstrafenreiches Spiel. Bereits in der dritten Minute musste Norwegen-Legionärin Kristina Bille zum ersten Mal auf die Strafbank und die Russinnen nutzten dies um mit Toren von Kuznetcova und Postnova beim 2:3 die Führung zu erobern.

Dänemark agierte hektisch und leistete sich in der Offensive leichte Fehler, Russland war defensiv vor allem in Person von Ekaterina Andryushina zur Stelle und setzte sich wenig später gar auf vier Tore (4:8) ab. Doch nach rund zehn Minuten stabilisierte sich der WM-Vierte und vor allem die extra für diese Partie nachnominierte Laerke Møller sollte gemeinsam mit Linkshänderin Louise Burgaard die Däninnen beim 10:11 (19.) schnell wieder in Schlagdistanz bringen.

Russland sollte sich anschließend aber wieder fangen und zunächst vorlegen. Erst in den letzten 90 Sekunden des ersten Durchgangs konnten die Däninnen durch zwei schnelle Kontertore zum 15:15-Pausenstand ausgleichen. Nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst ein Duell auf Augenhöhe, bei dem Dänemark zwar den besseren Start (20:18) erwischte, dann aber Russland konterte (21:23).

Doch nun folgte die stärkste Phase der Däninnen, die immer wieder Russlands linke Abwehrseite attackierten und mit einem 6:0-Lauf beim 27:23 (50.) sich das vorentscheidende Polster erarbeiteten. Anders als gegen die deutsche Mannschaft konnten die Russinnen dies nicht mehr kontern, als Burgaard zum 32:28 (57.) traf, war die Entscheidung endgültig gefallen, Khmyrova und Kuznetcova konnten lediglich noch einmal Ergebniskosmetik betreiben.