06.12.2012 22:43 Uhr - Europameisterschaft - cie

Deutliches Plus im Tor bringt Dänemark Sieg über Frankreich

Sandra Toft sorgte gemeinsam mit Cecile Greve für das entscheidende Plus im Tor für DänemarkSandra Toft sorgte gemeinsam mit Cecile Greve für das entscheidende Plus im Tor für Dänemark
Quelle: Katja Boll
Cecilie Greve wurde am Ende zur Matchwinnerin für Dänemark. Nach packenden sechzig Minuten konnte sich das Team von Jan Pytlick mit 28:27 gegen Frankreich durchsetzen, weil Greve und Toft für ein deutliches Plus zwischen den Pfosten gesorgt hatten. Beide Teams haben nun zwei Punkte auf der Habenseite, das Ticket in die Hauptrunde hat aber nur Frankreich sicher. Auch bei einer Niederlage gegen Schweden könnten nicht Dänemark und Mazedonien am Team von Olivier Krumbholz vorbeiziehen, das den Auftakt gegen Mazedonien mit 29:16 gewonnen hatte. Dänemark hätte bei einem Dreiervergleich ebenfalls gute Chancen, sollte Frankreich aber einen Punkt holen, dann könnte Mazedonien mit einem Sieg noch an Frankreich vorbeiziehen.

Frankreich erwischte den besseren Start: Signate, Kamto und Ayglon sorgten für ein schnelles 3:0. Grigel gelang dann aber der erste Treffer für die Däninnen. Diesen beantwortete Dembele zwar noch, doch in der Folge kam Dänemark auf. Burgaard setzte beim 4:4 nach acht Minuten bereits den Ausgleich, zunächst legte aber Frankreich weiter vor. Das Krumbholz-Team verlor in der Folge aber den Zugriff auf die Partie, auch weil Torhüterin Sandra Toft bei Dänemark für den notwendigen Rückhalt sorgte.

In der Offensive setzten bei Dänemark vor allem Norgaard und Burgaard die Akzente, beide kamen am Ende auf je sieben Treffer und sorgten mit einem Doppelschlag beim 7:6 auch für die erste dänische Führung. Frankreich hatte Mühe Schritt zu halten. Bis zum 11:10 geland dies noch, dann aber erhöhten Norgaard und Lyksborg den Abstand auf drei Treffer. Trotz einer Unterzahl hielt Dänemark den Vorsprung in der Folge, mit einem 15:12 ging es in die Kabinen. Nach einem Steal von Kristiansen hatte Burgaard im Gegenstoß für den Pausenstand gesorgt.

Norgaard baute den Abstand nach dem Seitenwechsel zwar umgehend auf vier Tore aus, doch die Anfangsphase gehörte zunächst Frankreich. Ein Doppelschlag von Kamto und Dembele brachte die Französinnen heran und nach dem 17:14 von Burgaard drehte das Krumbholz-Team dann endgültig auf. Signate startete mit ihrem Treffer die Serie, die über Kamtos Ausgleich bis zum 17:19 aus dänischer Sicht führte. Nach fünf Gegentreffern in Folge reagierte Dänemark, für Toft rückte Greve zwischen die Pfosten und sollte fortan zum Rückhalt der Nordeuropäerinnen werden.

Ihren ersten beiden Paraden ließen Norgaard und Jorgensen den Ausgleich zum 19:19 folgen und auch in der Folge trumpfte die erst zwanzigjährige Torhüterin des HC Odense groß auf. Jorgensen warf Dänemark beim 21:20 so wieder in Front - doch Frankreich gab sich nicht geschlagen, holte die Führung wieder zurück. Allerdings zeigte sich Dänemark davon wenig beeindruckt, beim 23:22 lag wieder das Team von Jan Pytlick in Front und setzte sich durch einen Norgaard-Treffer auf zwei Tore ab.

Die letzten zehn Minuten des packenden Vergleichs liefen bereits. Frankreich versuchte alles, scheiterte aber immer wieder an der dänischen Defensive. Mit einer Energieleistung kämpfte sich Frankreich aber noch einmal heran und nach einem Ballverlust von Jorgensen gelang Dancette im Gegenstoß dann der erhoffte Ausgleich. Pytlick reagierte mit einer Auszeit und ein Doppelschlag von Larsen und Burgaard sorgte dann mit dem 28:26 scheinbar für die Vorentscheidung. Doch Frankreich gab sich nicht auf, Dembele brachte Frankreich vierzig Sekunden vor dem Ende auf einen Treffer heran und nach einem Ballverlust von Kristiansen bot sich sogar die Chance zum Ausgleich. Doch Mendy scheiterte am Pfosten und der letzte Versuch von Pineau brachte ebenfalls keinen Erfolg.

"Unsere Deckung war gut, wir hatten viele Gegenstöße und unsere Torhüterinnen waren exzellent", erklärte Dänemarks Kreisläuferin Mette Gravholt die Gründe für den Erfolg. "Wir hatten Probleme in der Deckung und im Angriff", analysierte unterdessen Olivier Krumbholz. "Dänemark hatte siebzehn Paraden und wir nur sechs - das hat das Spiel entschieden", so der französische Coach weiter.