04.12.2012 15:42 Uhr - Europameisterschaft - mak

Ein Treffen alter Bekannter: Buducnost schickt elf Spielerinnen zur EM

Wenn Dragan Adzic während der heute beginnenden Europameisterschaft seine Vereins-Spielerinnen sehen will, ist er an der richtigen Stelle. Der in Personalunion auch als Nationaltrainer Montenegros fungierende Adzic entsendet von seinem Vereinsteam, dem amtierenden Champions League Gewinner Buducnost Podgorica, satte elf Spielerinnen zu den kontinentalen Titelkämpfen in Serbien.

Torfrau Marina Vukcevic, die Außen Biljana Pavicevic, Majda Mehmedovic und Radmila Miljanic, Kreisläuferin Suzana Lazovic sowie die Rückraumspielerinnen Milena Knezevic, Andela Bulatovic und Jelena Despotovic spielen für Montenegro. Clara Woltering soll der deutschen Natiuonalmannschaft den Rücken frei halten, Claudine Mendy tritt für Titelkandidat Frankreich an und Katarina Jezić spielt für Kroatien.

So bleibt Fitnesstrainer Gvozden Bulatovic mit einigen wenigen Spielerinnen in Podgorica zurück. Sechs Akteurinnen - Dragana Cvijic, Jelena Zivkovic, Jelena Trifunovic, Ivana Bozovic, Zeljka Nikolic und Katarina Perovic – können trainieren, Elena Gjorgjievska und Katarina Bralo sind noch in der Reha. Keine optimalen Voraussetzungen, um sich auf die Hauptrunde in der Champions League vorzubereiten. "Wenn das Team komplett ist, gibt es höherer Motivation", sagte Co-Trainer Vlatko Donovic eurohandball.com.

"Aber wir sind das gewöhnt, denn in den letzten vier Jahren hat Montenegro an allen großen Turnieren teilgenommen und hatte dabei eine Menge Spielerinnen aus Buducnost im Kader, das hat uns nicht davon abgehalten, als Klub große Erfolge zu erzielen", so Donovic. Gleichwohl sieht man mit Sorge die anstehende hohe Belastung für die Spielerinnen des Titelverteidigers.

Es ist dabei durchaus wahrscheinlich, dass einige der Spielerinnen des montenegrinischen Klubs gegeneinander antreten werden. Zum Beispiel, wenn sich Deutschland mit Clara Woltering und Kroatien mit Katarina Jezic gegenüberstehen. Wer da den besseren Eindruck machen wird, das wollte Donovic nicht vorhersehen. "Clara ist eine intelligente Person und eine großartige Torfrau, die weiß, wie wir uns auf Spiele vorbereiten", sagte Donovic mit Blick auf ein mögliches Treffen mit Montenegro. "Ich denke aber immer noch, dass im Falle eines Spiels gegen Deutschland die Entscheidung durch die Ideen des gesamten Teams und dem taktischen Geschick der Trainer kommen wird. Der Torwart ist wichtig, aber nicht ein entscheidender Faktor im Handball." Die Aussichten Montenegros sieht er jedenfalls gut: "Ich denke, Montenegro wird ein sehr schwerer Gegner für jede Mannschaft in Serbien sein."