03.12.2012 11:05 Uhr - Europameisterschaft - PM DHB

Clara Woltering: "Ich glaube an diese Mannschaft"

Clara WolteringClara Woltering
Quelle: Michael Heuberger
An diesem Montag begibt sich die deutsche Frauen-Nationalmannschaft auf EURO-Reise. Von Frankfurt fliegt das Team von Bundestrainer Heine Jensen nach Belgrad und reist dann weiter in den Spielort Novi Sad. Dort steht um 17.30 Uhr noch eine Trainingseinheit in der Spielhalle auf dem Programm. Clara Woltering führt die DHB-Auswahl als Kapitänin ins Turnier - vor dem Abflug sprach die 29-jährige Torfrau über die aktuelle Lage, Aussichten und den Auftaktgegner Spanien.


Wie ist kurz vor der EURO die Stimmung in der Mannschaft?

Clara Woltering:
Ich habe die Mädels am Sonntagabend wiedergesehen - alle hatten ein Lachen im Gesicht. Die Stimmung ist also gut. Wir sind froh, dass es am Dienstag losgeht.

Ist das nach den Ausfällen von Isabell Klein und Susann Müller eher Zweckoptimismus oder mehr kämpferische Zuversicht?

Clara Woltering:
Es ist natürlich traurig, dass wir wichtige Spielerinnen verloren haben, aber wir können das nicht ändern und müssen das Beste aus der neuen Situation machen. Ich hoffe, dass uns das noch enger zusammenschweißt. Ich bin davon überzeugt, dass das so sein wird. Unsere Zielsetzung ist es, von Spiel zu Spiel zu denken. Unsere volle Konzentration gilt erst einmal Spanien. Da zählt nicht mehr, was gewesen ist, sondern nur das, was an dem Tag passiert.

Was ist denn das Beste, was die Mannschaft aus diesem Turnier herausholen kann?

Clara Woltering:
Das Beste ist, möglichst weit zu kommen. Wir gehen das von Spiel zu Spiel an. So ein Spiel dauert 60 Minuten, in denen sehr viel passiert. Erst danach kann man sagen, ob man Glück gehabt und überzeugend gespielt hat - oder ob man an Kleinigkeiten gescheitert ist. Wir möchten in die Hauptrunde kommen, aber da liegen drei sehr schwere Aufgaben vor uns.

Sie sind jetzt Kapitänin der Mannschaft - welche Aufgaben bringt das mit sich?

Clara Woltering:
Für mich hat sich meine Rolle nicht großartig verändert. Klar, jetzt bin ich noch ein wenig mehr Sprachrohr des Trainers, wir stimmen uns vielleicht noch ein bisschen mehr ab. Aber letztlich habe ich schon immer angesprochen, was mir nicht gepasst hat. Und unsere Trainer verlangen eh von uns Torfrauen, dass wir viel mit der Abwehr reden. Also von daher werde ich eh viel mit der Mannschaft sprechen. Für mich ist jedenfalls eine Ehre, Kapitänin dieser Mannschaft zu sein. Ich glaube an diese Mannschaft und bin glücklich, dass es endlich losgeht.

Spanien ist am Dienstagabend erster Gegner - Ihr Urteil?

Clara Woltering:
Als Olympidritter ist das eine starke Mannschaft. Spanien hat kleine, wendige Spielerinnen, die jetzt mit der ehemaligen Portugiesin Alexandrina Barbosa noch eine starke Neue dazubekommen haben. Gegen Frankreich haben sie ein Testspiel mit 27:30 verloren. Claudine Mendy, meine französische Mannschaftskollegin aus Podgorica, hat mir dazu einiges erzählt. Wir müssen aufpassen, dass wir uns keine einfachen Fehler erlauben. Die werden von Spanien knallhart bestraft.