24.11.2012 14:55 Uhr - 2. Bundesliga - Christoph Zimmer, Cellesche Zeitung

Nach Knieoperation: Robben fährt schon wieder Fahrrad

Jolanda RobbenJolanda Robben
Quelle: SVG Celle
Die gute Nachricht zuerst: Jolanda Robben ist in der vergangenen Woche schon wieder ein bisschen Fahrrad gefahren. "Aber noch ohne Widerstand", sagte die Mannschaftsführerin des SVG Celle, der am Freitag in der Woche zuvor in einem Hamburger Krankenhaus zwei abgebrochene Knorpelstücke in ihrem Knie erfolgreich entfernt worden sind. Wie lange die Mannschaftsführerin in dieser Saison ausfällt, steht noch nicht fest. "Da setze ich mich aber auch nicht unter Druck", so die 28 Jahre alte Linksaußenspielern des Handball-Zweitligisten.

Nach dem Eingriff, der eine knappe halbe Stunde dauere, gehe es ihr soweit wieder gut. "Aber man merkt schon, dass das ein Eingriff im Körper war", sagt Robben, die am Mittwoch ihre Krücken schon wieder ablegen konnte. Verrückt machen will sie sich jetzt aber nicht. Sie werde hart arbeiten an ihrem Comeback beim furios in die Saison gestarteten Tabellenführer, "aber ich werde einen Schritt nach dem anderen machen".

Das hat Robben nach ihrer schweren Knieverletzung, wegen der sie fast eineinhalb Jahre aussetzen musste, ehe ihr im Sommer ein gefeiertes Comeback gelang, gelernt. "Wenn man schon einmal in seiner Karriere so lange gefehlt hat, schätzt man die Dinge realistischer ein", sagt die sympathische Niederländerin, "es ist wichtig, dass man seinem Körper auch Pausen gönnt und auf ihn hört, wenn er sich bemerkbar macht."

Die andere gute Nachricht: Die abgebrochenen Knorpelstücke waren das einzige Problem. "Alle Bänder sind heile", sagt die erleichterte Robben. Das war vorher nicht klar. Denn auf den Röntgenbildern konnte man auch nur ein Knorpelstück erkennen können. An ein mögliches Karriereende hat sie damals, nach der neuerlichen Schreckensmeldung, aber nicht gedacht. "Das hat für mich nie eine Rolle gespielt", sagt die Kämpfernatur.

Im Heimspiel gegen Kirchhof am heutigen Samstag um 19.30 Uhr wird sie wieder auf der Bank sitzen. "Ich will die Mannschaft so gut unterstützen wie ich kann." Und hoffentlich bald zurückkehren.