10.11.2012 11:42 Uhr - Länderspiele - Simon Kottmann

Hamm freut sich auf Frauen-Länderspiel - Jensen fordert Steigerung in der Abwehr

Gelobt: Anne MüllerGelobt: Anne Müller
Quelle: Michael Heuberger
Zum zweiten Mal tritt die Frauen-Nationalmannschaft am Sonntag, 25. November, ab 18 Uhr zu einem Länderspiel in der Maxipark-Arena in Hamm an. Im abschließenden Vorbereitungsspiel auf die Europameisterschaft in Serbien (4. bis 16. Dezember) ist dann Rumänien der Gegner, eine Mannschaft der Bundestrainer Heine Jensen durchaus den Sprung in das Halbfinale der EM zutraut.

Fast genau auf den Tag vor vier Jahren siegte Deutschland mit 29:24 in der Maxipark-Arena vor gut 1.000 Zuschauern gegen die Französinnen, die mit einer ähnlichen jungen Mannschaft wie jetzt der DHB antraten. "Für uns sind diese Vorbereitungsspiele sehr wichtige Spiele. Der letzte Test in Hamm hat große Bedeutung, Rumänien ist ein richtig starker Gegner", betont Heine Jense unter der Woche im Rahmen eines Pressetermins in der Maxipark-Arena.

Entsprechend ernst nimmt auch Franz Dressel, Geschäftsführer des ausrichtenden Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen, die Vorbereitungen auf das Gastspiel der deutschen Handballdamen. "Wir haben in Hamm immer eine gute Atmosphäre und hoffen natürlich, dass das auch wieder beim Länderspiel so ist. Wir wollen die Spielerinnen mit einem guten Gefühl auf die Reise nach Serbien schicken", so Dressel. "Für uns ist so ein Länderspiel natürlich immer eine tolle Sache. Die Zuschauer in Hamm und Umgebung sind sehr begeisterungsfähig", meinte der Geschäftsführer weiter. "Wir versuchen jedenfalls, die 2.000er-Marke bei den Zuschauern zu knacken. Angelaufen ist der Vorverkauf gut."

Für Heine Jensen geht es derzeit darum, die ähnlich wie beim ASV mit vielen neuen, jungen Spielerinnen besetzte Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen - wohlwissend, dass Erfolge weder erzwungen noch herbeigeredet werden können. "Momentan sind wir sicher kein Titelfavorit", sagt er. "Dafür haben wir einfach noch nicht die Stabilität." Auf dem Weg zu großen Erfolgen sieht der Bundestrainer für alle Beteiligten noch viel Arbeit. Für die nahe Zukunft wie etwa das Spiel in Hamm gibt er daher ganz konkrete Ziele aus: "Ich will, dass wir eine gute Abwehr stellen", fordert er. "Denn eine unserer Stärken sind die Torhüterinnen. Und denen müssen wir mit einer stabilen Deckung gute Bedingungen geben."

Und genau hier könnte mit Anne Müller eine in Hamm aufgewachsene Spielerin, die aktuell in Leipzig spielt, besondere Bedeutung haben. Heine Jensen: "Anne hat eine wichtige Rolle in der Mannschaft. Sie ist eine der wenige, die über 100 Länderspiele absolviert hat. Auf sie kann man sich als Trainer und Mitspielerin immer verlassen. Sie ist universell in der Deckung einsetzbar. Im Grunde bekommt sie aus meiner Sicht für ihre Arbeit zu wenig Anerkennung. Sie zählt zu den stillen Arbeiterinnen, die du in jeder erfolgreichen Mannschaft brauchst."