04.11.2012 07:05 Uhr - 1. Bundesliga - PM Leverkusen

Leverkusen mit klarem Sieg über Trier

11 Tore: Marlene Zapf11 Tore: Marlene Zapf
Quelle: Heinz Zaunbrecher
Mit einem klaren 39:27 (21:14) über die DJK/MJC Trier haben die Elfen ihr letztes Bundesliga-Heimspiel vor der EM-Pause gewonnen und sich mindestens für eine Nacht auf den sechsten Tabellenplatz vorgearbeitet. „Ich bin froh, dass wir so souverän gewonnen haben“, sagte Leverkusens Trainerin Heike Ahlgrimm. „Wir haben 20 Minuten dagegen gehalten, aber uns fehlen halt die personellen Wechselmöglichkeiten“, befand Triers Coach Jörn Ilper.

Die Elfen hatten Mühe, in die Partie zu finden. Gegen die Trierer Miezen erspielte man sich im Angriff zwar durchaus gute Chancen, hatte allerdings Probleme mit der Chancenverwertung. Das sollte sich nach rund acht Minuten ändern, der anfängliche 3:5-Rückstand wurde schnell in ein 9:7 (14.) umgewandelt. Während die Gäste vor allem auf ihre linke Angriffsseite mit Carolin Schmele und Megane Vallet sowie Kreisläuferin Andrea Czanik vertrauten, strahlten die Bayer-Elfen von allen Positionen Gefahr aus. Auch Anna Seidel auf Rechtsaußen hatte sich bereits früh in die Torschützenliste eingetragen und Desiree Comans die beiden von Marlene Zapf verwandelten Strafwürfe herausgeholt.

Trotzdem war Heike Ahlgrimm nicht vollends zufrieden und nahm beim Stand von 11:10 (17.) die erste Auszeit. Mit der Einwechslung von Ruta Latakaite-Willig wurde die Defensive noch einmal gestärkt, die Elfen zogen auf 16:11 (22.) davon. „Wir haben uns danach alle gesteigert“, sagte Marlene Zapf. Auch von mehreren taktischen Umstellungen auf Seiten der Gäste ließ man sich nicht aus dem Konzept bringen und führte zur Pause klar mit 21:14. Triers Trainer Jörn Ilper konnte angesichts der nun verbesserten Wechselmöglichkeiten der Gastgeberinnen nur feststellen: „Wir haben Leverkusen 14 Tage zu spät bekommen.“

Auch im zweiten Spielabschnitt änderte sich an der Dominanz der Elfen. „Wir waren auch in der zweiten Halbzeit aggressiver“, sagte Marlene Zapf. Heike Ahlgrimm konnte früh durchwechseln, und nach einem Anspiel von Kristina Loncar brachte Desiree Comans mit ihrem fünften Treffer beim 25:15 (35.) erstmals den Vorsprung in den zweistelligen Bereich. Auch eine doppelte Unterzahl brachte die Elfen nicht aus dem Tritt, nur noch die Höhe des Sieges war nach dem 30:18 (42.) von Kristina Loncar die Frage.

„Wir haben Kristina geholt, um Laura zu entlasten. Wir haben heute gesehen, dass sie sehr wichtig sein kann“, erklärte Heike Ahlgrimm nach der Partie: „Die letzten 20 Minuten haben wir ja insgesamt mit einer sehr jungen Mannschaft gespielt, und wir brauchen alle Spielerinnen.“ So konnte erst von der Siebenmeterlinie, später dann mit dem letzten Leverkusener Treffer zum 39:26 aus dem Feld auch Pia Adams ihre ersten Bundesligatore erzielen. „Ich hab mich in den ersten Spielen immer etwas unsicher gefühlt, aber Heike hat mit mir gesprochen und mich ermutigt“, sagte die Jugendnationalspielerin, die abschließend erklärte: „Ich finde es gut, dass Heike uns alle spielen lässt.“