01.11.2012 18:22 Uhr - 2. Bundesliga - Markus Leeb, TSG Ober-Eschbach

Kathrin Thiele: Am Samstag Treffer der Freundinnen verhindern

Kathrin ThieleKathrin Thiele
Quelle: TSG Ober-Eschbach
Wenn am Samstag um 19.45 Uhr im Bad Homburger Stadtteil Ober-Eschbacg die Gastgeberinnen der TSG auf den SC Greven 09 treffen, dann besteht für Torhüterin „Katze“ Katrin Thiele die Gefahr sich beim falschen Team einzuordnen. Sieben Jahre hütete die Neu Ober-Eschbacherin immerhin das Tor der Gäste. Markus Leeb sprach mit Kathrin Thiele über die besondere Situation.

Ein Spiel gegen Greven. Was ist das für eine Situation für Dich

Katrin Thiele:
eine ganz Besondere. Ich habe in Greven viele Freunde und tolle Jahre verbracht. Über die Tore z.B. meiner Ex-WG-Kameradin Sarah Everding habe ich mich bei den Spielen immer gefreut, jetzt gilt es sie zu verhindern.

Wie läuft es denn in Ober-Eschbach mit den Mitspielerinnen?

Katrin Thiele:
Ich fühle mich in dem lustigen bunten Haufen absolut wohl.

Wie kommt den überhaupt ein Nordlicht aus Celle über Münster ins Hessenland?

Katrin Thiele:
Hier war neben Sarah Harnisch, mit der ich mich bestens verstehe, auf der Torhüter Position eine Vakanz. Die TSG hat Kontakt mit mir aufgenommen, ein zwei Stunden Gespräch mit Gerhard Döll in Münster und einige Telefonate später war es geschehen.

Gab es noch andere Pläne?

Katrin Thiele:
Ja, meines Erachtens zumindest einen Guten. Sobald das hoffentlich positive Ergebnis meiner Masterarbeit im Bereich Sportpsychologie eintrifft, habe ich mein Lehramtsstudium in Geschichte und Sport abgeschlossen. Im April folgt dann mein Drittfach Spanisch. Vorher wollte ich eine Auszeit vom Handball nehmen, Rucksack packen und die Welt bereisen.

Stattdessen geht die Reise nun durch die 2. Bundesliga. Die Tabellensituation sieht ja nicht so gut so aus...

Katrin Thiele:
Ja, das stimmt. Aber das bezieht sich auch nur auf das sportliche Ergebnis. Hier sind wir noch nicht richtig angekommen. Mit dem Trainerwechsel wurde jetzt eine logische und konsequente Maßnahme vollzogen. Unser Punktgewinn beim letzten Spiel in Kirchhof sollte ein Indiz für den Beginn eines Aufwärtstrends sein. Was jedoch Unterstützung und Verlässlichkeit angeht, liegen die Verantwortlichen bei 100 Prozent. Unruhe und Hektik sind hier Fremdwörter und das Gefühl, dass das Management jeden Schritt und jede Maßnahme überlegt vollzieht, wirkt beruhigend.

Zurück zum Aufeinandertreffen mit den Freundinnen aus Greven. Wie geht es am Samstag aus?

Katrin Thiele:
Wir wollen gewinnen. Da sind erst mal für das Spiel alle Freundschaften eingefroren. Es zählen nur zwei Punkte für die TSG.