19.10.2012 15:04 Uhr - 2. Bundesliga - Christoph Zimmer, Cellesche Zeitung

Robben: "Genieße jede Minute, die ich spiele"

Jolanda RobbenJolanda Robben
Quelle: SVG Celle
Nach ihrer langen Verletzung kommt Jolanda Robben immer besser in Form. Das will die Mannschaftsführerin der Handball-Zweitligisten SVG Celle auch im Heimspiel gegen die Füchse Berlin (morgen, 19.30 Uhr) in der HBG-Halle zeigen. „Ich bin noch nicht da, wo ich hin will“, sagt die 28 Jahre alte Linksaußenspielerin, „aber es klappt schon ganz gut.“ Wenn sie nach ihrer langen Leidenszeit auf dem Feld steht, „genieße ich jede Minute, die ich spiele“.

Dass sie nach der schweren Verletzung nicht alle Einheiten mit der Mannschaft absolvieren kann und die Belastung erst langsam erhöhen muss, sieht man dem Spiel der Mannschaftsführerin von Handball-Zweitligist SVG Celle nicht an. In den ersten drei Saisonspielen, die sie absolviert hat, traf sie bereits neunmal. „Ein fantastisches Gefühl“, beschreibt sie jeden einzelnen Treffer. Gegen die Füchse Berlin, die am Sonnabend um 19.30 Uhr in der HBG-Halle zu Gast sein werden, dürfen nach ihrem Geschmack noch ein paar dazu kommen.

Die Geschichte der bisherigen Saison ist auch die Geschichte von Jolanda Robben. Denn nach der Knieverletzung, „die am Ende schlimmer als gedacht war“, wie sie sagt, wurde sie wie ein Neuzugang in der Vorbereitung begrüßt, so lange hatte sie von der Tribüne zuschauen müssen. „Sie ist die erfahrenste Spielerin im Kader und eine absolute Leistungsträgerin“, freut sich auch Martin Kahle über die Rückkehr seiner Spielerin, „die auch außerhalb des Feldes für die junge Mannschaft enorm wichtig“ sei, so der Trainer.

Nach den ersten Belastungen habe sie gemerkt, „dass ich nicht fünfmal in der Woche mit der Mannschaft trainieren kann“, sagt Robben. Wenn die anderen Spielerinnen also auf dem Feld stehen, macht sie ihr eigenes Programm. Ausdauer, Krafttraining, Stabilisationsübungen, „aber ich bin immer ganz nah an der Mannschaft“. Was ihr nach der langen Pause noch fehlt, „sind die Automatismen, die Selbstverständlichkeiten“.

Das sieht ihr Trainer genauso. „Das ist ein ganz normaler Prozess nach so einer schwierigen Zeit“, sagt Kahle, der Robben die nötige Spielpraxis geben, sie aber nicht unter Druck setzen will. „Es wäre ein bisschen viel verlangt, wenn sie jetzt schon die Leistungen zeigt, die sie vor ihrer Verletzung gezeigt hat.“ Gegen die Füchse aus Berlin will sie den nächsten Schritt machen. „Sie haben eine gute Mannschaft“, sagt Robben, „aber die haben wir auch.“ Und eine Jolanda Robben, die immer besser in Schwung kommt.