26.09.2012 21:48 Uhr - 1. Bundesliga - Nils Krummacker/Ole Rosenbohm

Vierter Sieg für Oldenburg: 35:31 in Leverkusen

Laura van der Heijden erzielt zehn TrefferLaura van der Heijden erzielt zehn Treffer
Quelle: groundshots.de
Gute Laune dürften die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg am morgigen Donnerstag zum Oldenburger Hauptbahnhof mitbringen, wenn um 17 Uhr der von der NordWestBahn im VfL-Design gestaltete Zug eingeweiht wird. Nach dem 35:31 (18:14)-Sieg am heutigen Mittwochabend bei Bayer Leverkusen besitzt der VfL satte 8:0 Punkte auf dem Konto und ist kurz davor, mit einer optimalen Ausbeute in die zweiwöchige Länderspielpause Anfang Oktober zu gehen. Notwendig dazu ist noch ein Erfolg am kommenden Sonntag (30.9., 16.30 Uhr, EWE ARENA) im Heimspiel gegen die DJK/MJC Trier.

"So einen Start in die Saison konnten wir nicht erwarten", sagte VfL-Trainer Leszek Krowicki. "Auch dieses Spiel heute zeigt, was für ein Potenzial dieses Team besitzt." Leverkusen dagegen steht schon am Samstag um 19.30 Uhr bei Aufsteiger Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern enorm unter Druck. Nach vier Partien – allerdings allesamt gegen Mannschaften aus der Bundesliga-Spitzengruppe – haben die „Elfen“ noch keinen einzigen Punkt auf dem Konto.

Der Oldenburger Sieg in der Smidt-Arena deutete sich früh an. Bis zur siebten Minute hatten Laura van der Heijden, Kim Birke und zweimal Lois Abbingh einen 4:0-Vorsprung herausgeworfen. Leverkusen glich zwar innerhalb von nur 120 Sekunden aus (4:4/10.), doch der VfL ließ sich durch das Bayer-Zwischenhoch nicht beirren und übernahm sofort wieder die Führung: 9:5 (15.), 15:10 (22.). Ihren Vorsprung gaben die Gäste auch im zweiten Abschnitt nicht mehr her.

Wie schon in den ersten drei Partien gesehen, spielten die Oldenburgerinnen bei eigenem Ballbesitz enorm effektiv. Schnelle Passfolgen wirbelten die Leverkusener Abwehr durcheinander. Der VfL war aus jeder Position gefährlich. So erzielte die Halblinke Lois Abbingh eines ihrer beiden Feldtore in der ersten Halbzeit von der Außenposition. Zudem produzierten die Gäste nur wenig eigene Fehler – in der ersten Hälfte gerade vier.

Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki sah es mit Vergnügen und verzichtete bis zur Pause auf eine Auszeit. Die erste nahm er in der 53. Minute. Denn ähnlich dominant trumpften die Oldenburgerinnen auch nach der Pause auf. Van der Heijdens siebter Treffer nach 42 Minuten bedeutete schon das 25:18. Es war ein besonders schöner: Julia Wenzl hatte in höchster Bedrängnis von der linken Seiten nach innen gepasst, van der Heijden nahm den Ball aus dem Sprung auf und verwandelte.

In der Folge kam Bayer 04 zwar etwas heran, doch nie mehr in Schlagdistanz. Der engste Spielstand: 25:27 nach zwei schnellen Kontern von Joyce Hilster (49.) und der einzigen Phase in der Oldenburg etwas zu überhastet agierte. Van der Heijden antwortete aber im Gegenzug mit Tor Nummer acht. Insgesamt markierte sie wie Abbingh zehn eigene Treffer. Damit stachen beide aus einer geschlossen starken Oldenburger Mannschaft etwas hervor.

"35 Gegentore ist für mich Abwehr ohne Anfassen", sagte Leverkusens neue Trainerin Heike Ahlgrimm, die wegen diverser Verletzungen im Team gegen den VfL nur sieben Feldspielerinnen aus der Bundesligamannschaft zur Verfügung hatte. "Wir müssen uns bei Natalie Hagel bedanken, dass wir nur mit vier Toren verloren haben." Trotz der bestmöglichen Punkteausbeute bleibt der VfL auf Rang drei, da in parallel ausgetragenen Spielen auch die verlustpunktfreien Buxtehuder SV und Thüringer HC klar gewannen.