19.09.2012 21:29 Uhr - 1. Bundesliga - cie, chs, PM BSV

Spitzenreiter: Buxtehude schlägt Leverkusen deutlich

Randy Bülau wurde zur Spielerin der Partie gewähltRandy Bülau wurde zur Spielerin der Partie gewählt
Quelle: groundshots.de
Der Buxtehuder SV ist an die Spitze der Handball-Bundesliga gestürmt. Mit einem verdienten 38:28 (22:14) gegen Vize-Pokalsieger Bayer Leverkusen gewann der BSV auch das dritte Saisonspiel und kletterte zumindest vorübergehend auf den ersten Platz. Der Vizemeister hatte die Partie vor 1.250 Zuschauern in der Halle Nord von Beginn an im Griff und dominierte vor allem dank seiner wieder einmal hervorragenden Defensive und konsequentem Tempospiel. Beste Torschützinnen waren Stefanie Melbeck mit 8/2 Treffern und Randy Bülau (6), die zur Spielerin des Tages gekürt wurde.

"Wir haben Buxte heute zu keiner Zeit Paroli geboten", so das Fazit von Leverkusens Trainerin Heike Ahlgrimm, die bereits nach acht Minuten erstmals die Grüne Karte legte und Redebedarf anmeldete. Nach einer temporeichen Anfangsphase und einem 2:2 nach 110 Sekunden waren die Gäste vom Weg abgekommen. Beide Teams agierten in der Deckung äußerst offensiv, empfingen die gegnerischen Angreiferinnen immer weit vor dem eigenen Wurfkreis. Buxtehude zeigte sich gegen diese Defensivvariante stabiler, drei Treffer in Folge brachten das 5:2.

Die Gastgeberinnen zeigten sich bei dem angeschlagenen hohen Tempo ballsicherer, die BSV-Spielerinnen agierten in der Deckung äußerst aufmerksam und waren in der Offensive immer wieder über die zweite Welle erfolgreich. Ein wichtiger Faktor war dabei auch die größere Zweikampfstärke, die Buxtehuder zur dominierenden Mannschaft machte. Bis zum 11:8 hielt Leverkusen noch den Anschluss, dann aber zog der BSV nach einer Auszeit noch einmal an. Über 13:8 und 15:9 zogen die Gastgeberinnen auf 17:10 davon. Beim Seitenwechsel standen nach Stapelfeldts 22:14 gar ein Acht-Tore-Vorsprung zu Buche.

"22 Gegentore in einer Halbzeit sind indiskutabel", stellte Ahlgrimm fest. Im zweiten Abschnitt sollte der Abstand zumindest zunächst nicht weiter anwachsen, auch weil sich bei Buxtehude einige Fehler einschlichen. In Gefahr geriet der Erfolg der Gastgeberinnen aber nicht mehr. "Wir haben unsere Heimstärke unter Beweis gestellt", befand Josephine Techert angesichts der souveränen Vorstellung. Diese endete mit großem Jubel, denn der letzte Treffer sollte der jungen Isabell Kaiser gelingen, die für den 38:28-Endstand sorgte.

"Die Mannschaft ist von einem Selbstvertrauen und Zielstrebigkeit geprägt, da bekomme ich als Trainer eine Gänsehaut", sagte BSV-Coach Dirk Leun nach dem Spiel: "Nun gehen wir optimistisch, aber nicht abgehoben an die schwere Aufgabe am Wochenende", blickte er auf die bevorstehende Qualifikation in der Champions League voraus. Heike Ahlgrimm unterdessen bekannte, dass sie sich die Rückkehr anders vorgestellt hatte. "Buxte war sehr, sehr stark und uns in allen Belangen überlegen", bekannte die frühere Spielerin des BSV, die ihrem Ex-Club nicht nur gratulierte, sondern auch die besten Wünsche für das Wochenende mit auf den Weg gab.