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15.09.2012 17:35 Uhr - 1. Bundesliga - Ole Rosenbohm - VfL Oldenburg / red

Oldenburg erkämpft Auswärtssieg in der Schlussphase

Zentrale Figur beim Oldenburger Sieg: Wiebke KethornZentrale Figur beim Oldenburger Sieg: Wiebke Kethorn
Quelle: sportseye.de
Erst in den letzten fünf Minuten fiel die Entscheidung zwischen dem VfL Oldenburg und dem Frankfurter HC. Am Ende konnten die Gäste einen knappen 31:29-Erfolg bejubeln, bei dem Lois Abbingh 12/6 und Wiebke Kethorn 9 Tore erzielte. Auch auf Seiten der Oderstädterinnen ragten mit Franziska Mietzner (12/2) und Christine Beier (8) zwei Spielerinnen heraus.

Die entscheidenden Schritte zum Sieg gelangen den Oldenburgerinnen in der Schlussphase. Nach 54 Minuten hatte es noch 28:28 gestanden, dann produzierten die Gastgeberinnen empfindliche Fehler, Oldenburg dagegen spielte klug seine Angriffe aus und traf regelmäßig. 30 Sekunden vor Schluss gelang Wiebke Kethorn nach Abpraller das letzte Tor der Partie. Insgesamt spielten beide Teams viel über den Rückraum und die Kreisläuferin, die jeweiligen Außen kamen nur selten zum Zug.

Vor allem Kethorn spielte eine wichtige Rolle beim VfL: Der Kreisläuferin gelangen neun Tore und holte zudem sechs der sieben Oldenburger Siebenmeter heraus. „Es ist nicht nachvollziehbar, wie viel beim VfL über den Kreis laufen konnte“, kritisierte FHC-Trainer Dietmar Schmidt seine Abwehr scharf. Schmidt bezeichnete die Leistung seiner Mannschaft in der Defensive als „unentschuldbar“ und kündigte eine wohl unangenehme Mannschaftssitzung an. Im ersten Saisonspiel war Frankfurt beim Buxtehuder SV mit 26:37 in den letzten 20 Minuten eingebrochen. Ziel des FHC in dieser Serie ist der vierte Platz.

VfL-Coach Leszek Krowicki war dagegen mit seiner Abwehr zufrieden: „Wir hatten Frankfurts Rückraum so gut es ging im Griff“, meinte er. „Vorne wollten wir unsere Angriffe lange ausspielen und geduldig auf Chancen warten. Dieser Plan wurde umgesetzt.“ Der personell oft rotierende FHC erwischte vor 769 Zuschauern den besseren Start, führte nach fünf Minuten mit 3:1, später mit 6:4 (8.), 7:5 (12.) und 8:6 (14.). Oldenburg ließ sich aber nicht abschütteln. Erstmals in Führung ging der VfL durch Laura van der Heijdens 10:9 (20.).

Nach der Pause gelang Oldenburg ein Doppelschlag zum 17:15 (32.), doch Frankfurt glich schnell aus (34.), und danach konnte sich lange keine Mannschaft mehr absetzen. Der FHC verkraftete dabei auch die Verletzung Burrekers in der 36. Minute. Die Torhüterin hatte sich bei einer kuriosen und tragischen Szene im Knie- und Unterschenkelbereich eine tiefe Fleischwunde zugezogen.

So war es passiert: Schmidt hatte seine Torfrau zugunsten einer siebten Feldspielerin herausgenommen. Oldenburgs Van der Heijden eroberte etwa zehn, zwölf Meter vor dem eigenen Tor den Ball und versuchte es zum 19:18 mit einem langen und erfolgreichen Wurf ins leere Gehäuse. Burrekers hatte allerdings versucht, den Treffer zu verhindern, war zurück gesprintet und gegen den Pfosten gerutscht. Weiterspielen war unmöglich.

Am 22. September um 19.30 Uhr tritt Frankfurt nun bei Aufsteiger Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern an. Oldenburg erwartet tags darauf am Sonntag um 16.30 Uhr in der EWE ARENA Frisch Auf Göppingen.



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