15.08.2012 11:38 Uhr - 2. Bundesliga - mak

Fialekova verlässt Halle/Neustadt

Zofia Fialekova ist nicht für Zweitligist Union Halle/Neustadt am Ball. Die Kreisläuferin hat einen neuen Vertrag bei Ligarivale Nellingen unterschrieben.

Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtet, hat Fialekova aus privaten Gründen den Wechsel forciert, ihr Freund spielt in der Nähe des neuen Klubs der Kreisspielerin. Zudem nutzte Fialekova einen finanziellen Engpass bei Union, um aus ihrem noch laufenden Einjahresvertrag auszusteigen.

"Die Monatslöhne Juni und Juli sind nicht pünktlich gezahlt worden", gestand Union-Teammanager Frank Kastner gegenüber der MZ ein. Mittlerweile habe der Klub allerdings die Zahlungen geleistet. "Die Mädels wissen, dass es manchmal Probleme geben kann, aber sie wissen auch, dass am Ende das Geld immer kommt", sagte Kastner weiter und gab als Grund für Verspätungen an, dass manchmal Sponsorengelder etwas später kämen.

Die Geldprobleme bei Union sind nicht neu, wie die MZ berichtet. So habe bereits 2009/2010 der Ausstieg von Hauptsponsor S+K ein Loch gerissen, auch in der letzten Runde gab es Probleme. "Wir haben damals mit allen Spielerinnen gesprochen und ihnen freigestellt, im Zweifel auch den Verein verlassen zu können. Auch damals haben wir teilweise nur mit drei Monaten Verspätung Gehälter zahlen können", so Kastner.

In Zukunft will der Klub verstärkt auf die Vermittlung von Arbeitsplätzen anstatt die Einstellung von Profis, für die bis zu 3500 Euro brutto fällig würden, setzen. Profiverträge mache man nur noch für eine "Übergangszeit", sagte Kastner. Bei Union will man nun nach dem Abgang von Fialekova auf Stefanie Hummel am Kreis setzen. Wie die MZ berichtet, verstärkt Fialekova unterdessen Ligakonkurrent Nellingen, der den Zugang mittlerweile bestätigt hat.