03.09.2005 00:00 Uhr - 1. Bundesliga - Christopher Monz

Trier muß Vorbereitungsturnier in Bad Urach abbrechen

Gleich mehrere Hiobsbotschaften gab es für DJK/MJC Trier beim Vorbereitungsturnier in Bad Urach. Der amtierende Vizemeister musste auch aufgrund der Verletzungen der beiden Nationalspielerinnen Anja Althaus und Alexandra Gräfer das Vorbereitungsturnier um den 45. Sika-Cup im schwäbischen Bad Urach nach dem ersten Turniertag abgebrochen. Vor dem ersten Ligaspiel am Mittwoch gegen Bayer Leverkusen beschäftigen die "Miezen" so arge Verletzungsprobleme.

Triers Torhüterin Alex GräferTriers Torhüterin Alex Gräfer
Quelle: sportseye.de
Am gestrigen Auftakttag des hochkarätig besetzten Turnieres verletzte sich zunächst Nationalspielerin Anja Althaus. Bei der 13:17 Niederlage gegen den russischen Meister Lada Togliatti wurde die Kreisläuferin nach einem Schlagwurf ihrer Gegenspielerin unglücklich am Kopf getroffen und musste mit einer schweren Gehirnerschütterung die Nacht zur weiteren Beobachtung im Bad Uracher Krankenhaus verbringen.

Noch schlimmer erwischte es Nationaltorhüterin Alexandra Gräfer. Im zweiten Trierer Spiel des gestrigen abends zog sich die Torhüterin bei der 11:16 Niederlage gegen den letztjährigen Champions League Finalist Skopje nach einem Zusammenprall mit einer Gegenspielerin eine Knieverletzung zu. Gräfer wurde bereits in der Nacht in der Tübinger Uni-Klinik untersucht, eine weitere Untersuchung am heutigen Tag soll endgültig Aufschluss über die Verletzung geben. Gräfer wird mit einer Innenbandverletzung den "Miezen" jedoch für mindestens drei Wochen nicht zur Verfügung stehen.

Zudem knickte Nationalspielerin Silke Meier im Spiel gegen Skopje um, Mannschaftsführerin Marielle Bohm plagt sich mit einer Bauchmuskel- und Oberschenkelzerrung. Bis spät in die Nacht saßen die Verantwortlichen des Deutschen Vizemeisters zusammen, unterrichteten am frühen Samstag morgen die Turnierleitung von der Entscheidung das Turnier vorzeitig zu beenden und zu den Spielen am Samstag und Sonntag nicht mehr anzutreten. "Wir sehen uns aufgrund der Verletzten nicht mehr in der Lage eine wettkampffähige Mannschaft zu stellen," begründete MJC Vorstandsmitglied Martin Rommel den Rückzug seiner Mannschaft. "Wir bedauern diesen Schritt sehr, aber im Hinblick auf den Saisonstart am kommenden Mittwoch gegen Bayer Leverkusen können wir was die Gesundheit unserer Spielerinnen angeht kein weiteres Risiko gehen."

Mit Verständnis und großem Entgegenkommen reagierte die Turnierleitung des bestens organisierten Turniers, die aufgrund des Spielmodus (jeder gegen jeden) den Rückzug der Trierer leichter verkraften können als bei mögliche Gruppenspielen. So haben am gestrigen Freitag alle Mannschaften bereits zwei Spiele absolviert. "Natürlich schmerzt der Rückzug von Trier sehr, da viele Spielerinnen der "Miezen" hier aus der Region kommen und die Mannschaft als Publikumsmagnet dient, sprach ein sichtlich enttäuschter Turnierleiter Jürgen Binder, der jedoch auch zeitgleich Verständnis für die Entscheidung der Trierer Verantwortlichen aufbrachte. "Die Gesundheit der Spielerinnen steht an erster Stelle, wir wünschen den verletzten Spielerinnen alles erdenklich Gute und eine baldige Rückkehr auf das Spielfeld."

Neben Anja Althaus und Alexandra Gräfer fehlen den "Miezen" mit den Langzeitverletzten um Nationalspielerin und Spielmacherin Maren Baumbach und Kerstin Reckenthäler zwei weitere Stützen zum Saisonauftakt. Auch der Einsatz von Neuzugang Jana Arnosova zum ersten Saisonspiel gegen Leverkusen scheint mehr als fraglich. Die tschechische Nationalspielerin laboriert noch an einer Bandverletzung in der Wurfhand, ihr Einsatz zum Saisonstart ist mehr als fraglich.