13.07.2012 15:49 Uhr - Champions League - chs

Ljubljana: Schwedin mit kroatischen Wurzeln für Krim

Gabriella KainGabriella Kain
Quelle: Katja Boll
Im Frühjahr hatte Gabriella Kain bereits mit ihrer Karriere abgeschlossen, doch nun greift Schwedens Nationaltorhüterin noch einmal richtig an und wechselt vom dänischen Erstligisten KIF Vejen zu Krim Ljubljana. Der slowenische Serienmeister bediente sich in Europas Topliga bereits mehrfach und hat sich die Dienste von Nina Wörz, Susann Müller (beide Randers) und Linnea Torstenson (FC Midtjylland) gesichert. Zudem kommen mit Carmen Martin (Itxako) und Daniela Piedade (Hypo) weitere internationale Topstars.

"Ich hatte mich mehr oder weniger entschieden aufzuhören und zurück nach Göteborg zu gehen, wo ich ein interessantes Jobangebot hatte", erklärt Kain gegenüber der Zeitung Göteborgs Posten. "Ich hatte das Gefühl nicht noch einmal neu starten zu können und wie viel mein Körper noch aushalten kann", so die 31-Jährige mit Blick auf die Knieverletzung im Frühjahr.

Der gute Heilungsverlauf ließen die Torhüterin jedoch schnell umdenken und Krim zeigte Interesse an einer Verpflichtung. "Ich habe um Bedenkzeit gebeten. Ich brauchte die Zeit, um darüber nachzudenken, was ich will. Sie verstanden meine Situation und haben mit enormen Respekt reagiert", so Kain, die sich nun kurz vor den Olympischen Spielen für das Engagement in Slowenien entschieden hat und einen Einjahresvertrag mit Option auf eine weitere Spielzeit unterschrieb.

"Es wird ein riesen Spaß zu einem Team zu kommen, das in der Champions League spielt", ist sich die Schwedin sicher. "Gleichzeitig wird es ein großer Schritt sein auf den Balkan zu wechseln und eine neue Art Handball kennenzulernen." Ihre Wurzeln hat Kain sogar im ehemaligen Jugoslawien. "Meine Mutter und mein Vater sind aus Kroatien und wir haben noch immer Verwandte dort. Dies ist die richtige Zeit für mich. Göteborg ist auch später noch in meinem Leben da."