19.06.2012 18:02 Uhr - Europameisterschaft - chs

Deutschland bei EM-Auslosung im zweiten Lostopf

Die Ukraine wird wie 2010 nicht zum Stolperstein werden.Die Ukraine wird wie 2010 nicht zum Stolperstein werden.
Quelle: Thomas Bork
Die EHF hat die Lostöpfe für die Auslosung zur Vorrunde der Euro 2012 bekannt gegeben. Die deutsche Nationalmannschaft, die vor zwei Jahren nur den 13. Platz belegte, findet sich als Gruppensieger der Qualifikation im zweiten Lostopf wieder.

Clara Woltering wird in der Vorrunde das Duell mit ihren Mitspielerinnen vom Champions-League-Sieger Buducnost Podgorica weitestgehend erspart bleiben. Montenegro befindet sich bei der Auslosung am kommenden Freitag in Monaco ebenso wie Vizeweltmeister Frankreich um ihre künftige Vereinskollegin Claudine Mendy im gleichen Lostopf wie Deutschland wieder. Und auch die Ukraine, 2010 noch Stolperstein in der Vorrunde, kommt als Gegner nicht in Frage.

Die Setzliste orientierte sich an den Ergebnissen der abgelaufenen Qualifikation und der letzten Europameisterschaft. Neben Norwegen, Schweden und Rumänien, den drei Medaillengewinnern von 2010, komplettiert Kroatien den ersten Lostopf. Das Team von Vladimir Canjuga hatte in der Qualifikation den EM-Vierten Dänemark hinter sich gelassen und seine Gruppe gewonnen. Im zweiten Lostopf wurden die vier verbleibenden Gruppensieger der Qualifikation einsortiert.

Neben Gastgeber Serbien wurden mit dem EM-Vierten Dänemark, dem EM-Siebten Russland und dem EM-Zehnten Ungarn die besten drei Gruppenzweiten dem Lostopf 3 zugeordnet. Dem Gastgeberland, das kurzfristig für die Niederlande eingesprungen ist, wurde dabei der übliche kleine Bonus gewährt, denn eigentlich wäre Spanien als EM-Dreizehnter noch knapp vor den Serbinnen (EM-Vierzehnter) platzieren gewesen. Die Ibererinnen sind nun im vierten Lostopf mit den 2010 nicht qualifizierten Teams aus Tschechien und Mazedonien sowie den nach dem Rückzug der Niederlande nachgerückten Isländerinnen.

Die Europameisterschaft wird vom 4.-16. Dezember in Serbien ausgespielt. Als Spielorte werden wie schon bei der Männer-EM im Januar Belgrad, Nis, Novi Sad und Vrsac fungieren. Das Gastgeberland wird seine Vorrundenpartien in der Hauptstadt Belgrad bestreiten. Auch Mazedonien - in Nis - und Ungarn - in Novi Sad - wurden wie schon bei der Männer-EM nahe an ihrem Heimatland platziert. Dies trifft auch für Rumänien zu, das seine Partien in Vrsac austragen wird.

Bei der Auslosung werden zunächst Russland und Dänemark auf die Spielorte Nis und Vrsac verteilt. Anschließend erfolgt die Zuordnung der drei verbleibenden Länder aus dem vierten Lostopf in die Gruppen A (Belgrad), C (Novi Sad) und D (Vrsac). Im dritten Schritt werden dann die Mannschaften aus dem ersten Lostopf in die Gruppen A-C gelost, ehe abschließend dann mit der Lostopf 2 mit der deutschen Nationalmannschaft den vier Vorrundengruppen zugeordnet wird.

Die Lostöpfe in der Übersicht:

1: Norwegen, Schweden, Rumänien, Kroatien
2: Frankreich, Montenegro, Deutschland, Ukraine
3: Serbien, Dänemark, Russland, Ungarn
4: Spanien, Mazedonien, Tschechien, Island


Die Vorrundengruppen:
A (Belgrad): Serbien
B (Nis): Mazedoenien
C (Novi Sad): Ungarn
D (Vrsac): Rumänien