12.05.2012 09:06 Uhr - 1. Bundesliga - dpa/red

Buxtehude will in eigener Halle für Titel vorlegen

Diane Lamein will die MeisterschaftDiane Lamein will die Meisterschaft
Quelle: BSV-live.de
Die Frauen des Buxtehuder SV wollen am Samstag in eigener Halle den Grundstein für den Gewinn der deutschen Meisterschaft legen. Im Hinspiel in der Halle Nord erwartet die Mannschaft von Trainer Dirk Leun den Thüringer HC, der die Hauptrunde auf Platz eins vor den Gastgeberinnen abgeschlossen hat. "Wir sehen dem Spiel sehr positiv entgegen", sagte Leun am Freitag.

Nach dem denkwürdigen 27:19-Erfolg gegen den HC Leipzig vergangene Woche wolle man den Einzug in die beiden Finalspiele genießen. Allerdings könne sich seine Mannschaft für den Erfolg im Halbfinale nichts kaufen. "Wir sind daher schon sehr fokussiert auf den THC und optimistisch, dass wir eine realistische Siegchance haben", so der Coach.

In den beiden Saisonspielen schnitt der THC besser ab. Im vergangenen Jahr hatten die Erfurter im Kampf um den Titel gegen den BSV ebenfalls das bessere Ende für sich. "Thüringen ist sicher leichter Favorit. Sie haben den stärksten Rückraum der Liga", lobte Leun. Allerdings hatte beim letzten Aufeinandertreffen im Achtelfinale des DHB-Pokals der BSV mit 37:28 in Thüringen klar die Nase vorne und fiebert mit aller Macht im Jubiläumsjahr des 1862 gegründeten Vereins dem ersten nationalen Titel entgegen.

"Wir haben eine sehr gute Mischung von jungen und erfahrenen Spielerinnen, vor allem aber gleich mehrere starke Führungs-Persönlichkeiten", nennt Manager Peter Prior die Erfolgsfaktoren für die "beste Bundesliga-Runde seit dem Aufstieg 1989." Katja Langkeit hofft unterdessen gegenüber dem Hamburger Abendblatt, "dass wir den Schwung aus dem Leipzig-Spiel mitnehmen können." Ihr Trainer Dirk Leun ahnt allerdings: "Der Druck von Thüringen wird gewaltig sein." Leun wird allerdings auch die Spiele des THC gegen Leverkusen genau analysiert haben, den Schlüssel wird der BSV vermutlich in einer aggressiven Deckung suchen.

Der BSV setzt vor allem auf den Teamgeist als stärkste Erfolgskomponente. "Ich habe noch nie in einer Mannschaft gespielt, die sich untereinander so gut verstanden hat", sagte Katja Langkeit gegenüber dem Tageblatt. "Ich spiele jetzt zwölf Jahre Bundesliga und bin zweimal Vize-Meister geworden. Diesmal will ich den Titel", so Diane Lamein gegenüber dem Tageblatt. Die Niederländerin ist die einzige Ausländerin im Kader des BSV, sie ist bereits über ein Jahrzehnt in der Handball Bundesliga Frauen, spielte zuvor für Leverkusen und Oldenburg.