28.04.2012 16:49 Uhr - DHB-Pokal - rom

Stimmen zum Pokal-Halbfinale HC Leipzig - VfL Oldenburg

Das erste Halbfinale im Halbfinale des DHB-Pokal der Frauen stand nach der regulären Spielzeit 31:31. Sowohl der VfL Oldenburg als auch der HC Leipzig hatten sich zwischenzeitlich abgesetzt, nach 60 Minuten stand aber noch kein Sieger fest. Die Entscheidung fiel im Siebenmeterwerfen zugunsten des VfL Oldenburg. In der anschließenden Pressekonferenz mit den Trainern Stefan Madsen (HC Leipzig) und Leszek Krowicki (VfL Oldenburg) sowie den Spielerinnen Katja Schülke (HC Leipztig, Tor) und Sabrina Neuendorf (VfL Oldenburg, letzte Siebenmeterschützin) stand dann auch das spannende Duell zwischen Torhüter und Siebenmeterschützin im Mittelpunkt.

Stimmen zum Spiel:

Stefan Madsen, Trainer HC Leipzig:
Wir sind natürlich wahnsinnig enttäuscht, dass wir nicht im Finale stehen. Wir haben neun Minute vor Schluss mit fünf Toren geführt und hatten das Spiel unter Kontrolle. Dann haben wir das Konzept verloren, gegen eine offensive 6:0 haben wir das nicht gelöst bekommen. Dazu kam, dass Oldenburg in der schnellen Konterphase jede Chance verwandelt hat.

Katja Schülke, HC Leipzig:
Eigentlich bin ich ganz positiv ins Siebenmeterwerfen gegangen. Ich hatte im Laufe des Spiels vier Siebenmeter gehalten und hatte natürlich gehofft, dass das so weitergeht. Es waren zwei oder drei sehr glückliche Siebenmeter drin. Am Ende ist das einfach Glück und einen großen Respekt an alle Spielerinnen, die sich da an die Linie stellen. Irgendjemand musste am Ende verwerfen. Aber wir dürfen das jetzt nicht am Siebenmeterwerfen festmachen. Wir müssen uns vielmehr fragen, wieso wir in den letzten zehn Minuten aufgehört haben Handball zu spielen. Wir wollten Großes erreichen, da kann man dann tief fallen. Jetzt sind wir am Boden und müssen uns wieder aufrappeln.

Leszek Krowicki, Trainer VfL Oldenburg:
Ich denke, dass wir ein insgesamt ein sehr intensives SPiel gesehen haben. Wir haben sehr stark begonnen und diese Umstellung, die Stefan kommentiert hat, kam daher, dass wir mit einem Zwischenergebnis konfrontiert waren, das Leipzig ins Finale gebracht hätte. Wir hatten Leipzig sehr genau studiert und wir haben mit einer Umstellung gerechnet. Der Glaube, dass noch etwas drin ist, kam in der Phase als Leipzig das Tempo rausgenommen hatte und wir jeden Konter untergebracht haben. Leipzig hat es dann nicht mehr geschafft wieder zum normalen Tempo zu kommen. Unentschieden war sicherlich überraschend für uns. Ich habe sogar nicht gewusst, dass wir keine Verlängerung spielen, weil wir uns damit einfach nicht beschäfigt haben. Relativ spontan haben wir dann die fünf Spielerinnen bestimmt, die die Siebenmeter werfen. Das ist natürlich eine große Glückssache. Wir haben im Spiel einige Siebenmeter verworfen und dann fackeln wir alle fünf rein. Da ist einfach sehr viel Glück dabei. Wir haben heute gegen eine großartige Mannschaft gespielt, die wenn sie fit ist uns in Europa super vertritt. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft.

Sabrina Neuendorf, VfL Oldenburg:
Die Anspannung vor diesem Siebenmeterwerfen ist für jeden, der sich an die Linie stellt, enorm. Derjenige, der dann verwirft, der ist dann der tragische Held in diesem Spiel. Und da spielt wirklich sehr viel Glück eine ROlle und wir hatten das Glück, dass wir alle fünf reingemacht haben. Wir haben eine tolle Saison gespielt und sind jetzt in zwei Spielen gegen Leverkusen aus den Playoffs geflogen. da war das hier unsere Chance aus dieser Saison noch etwas rauszuholen. Wir haben uns nicht aufgegeben, auch nicht als wir fünf Tore hinten lagen. Wir konnten die Schwäche von Leipzig nutzen über Kontertore, so dass wir nicht ins Positionsspiel mussten. Da ist die Freude groß, aber wir müssen uns jetzt zusammenreißen und uns auf morgen konzentrieren.