21.03.2012 14:04 Uhr - Europameisterschaft - chs

Salamakha: "Nicht chancenlos gegen Weißrussland"

Valentyna Salamakha hat sich in der Bundesliga etabliertValentyna Salamakha hat sich in der Bundesliga etabliert
Quelle: Heinz Zaunbrecher
Valentyna Salamakha gilt als eine der Entdeckungen der diesjährigen Bundesliga-Saison. Die Torhüterin musste als Nachfolgerin von Clara Woltering in Leverkusen ein schweres Erbe antreten und hat sich zu den Spitzentorhüterinnen der Handball Bundesliga Frauen entwickelt. Während ihre Mitspielerinnen Laura Steinbach und Marlene Zapf mit dem DHB-Team unterwegs sind und Joyce Hilster, Roxanne Bovenberg und Larissa van Dorst bei der niederländischen Auswahl weilen, kämpft Salamakha am dritten und vierten Spieltag der EM-Qualifikation gegen Weißrussland.

„Wir möchten, dass sich unser Land im Frauenhandball wieder dem international hohen Niveau annähert und sich dort auch bewähren kann“, erklärt die Torhüterin im Gespräch mit ehf-euro.com-Redakteur Mark Hegedüs vor den Begegnungen in dieser Woche. „Ich bin stolz, als Spielerin mein Land bei internationalen Turnieren repräsentieren und vertreten zu dürfen.“

„Man darf sich nicht entmutigen lassen. Man sammelt auf jeden Fall Erfahrungen, die für kommende Spiele wichtig sind“, erklärt Salamakha rückblickend zu den hohen Niederlagen gegen Ungarn (19:41) und Deutschland (16:34). Die Erinnerungen an diese Partien sind dennoch „fast durchweg positiv“ befindet die Torhüterin. „Wir haben unser Bestes gegeben und eine Menge Erfahrungen gesammelt. Es ist immer ein besonderes Erlebnis sich mit internationalen Top-Mannschaften zu messen.“

Besonders war natürlich die Begegnung gegen die DHB-Auswahl, damals standen mit Laura Steinbach und Nadine Krause zwei Mitspielerinnen aus dem eigenen Verein, aber auch zahlreiche aus der Bundesliga bekannte Spielerinnen auf dem Parkett. „Es ist komisch, wenn man plötzlich seinen Mitspielern gegenüber steht anstatt wie sonst hinter ihnen“, beschreibt Salamakha die Situation und fügt jedoch hinzu: „Dann muss man einfach den Schalter umlegen und Freunde als Gegner betrachten. Wenn das Spiel vorbei ist wird der Schalter wieder umgelegt und dass vorangegangene lässt man ruhen. Nur so kann man auf internationalem Parkett spielen.“

Auch der jetzige Gegner Weißrussland kam in seinen beiden Qualifikationsspielen noch zu keinem Punktgewinn. Nach dem klaren 19:27 in Deutschland unterlag man Ungarn mit 25:28. Am heutigen Mittwoch treffen sich beide Teams in Baku, am Sonntag folgt dann das zweite Aufeinandertreffen im weißrussischen Mogilev. „Weißrussland hat bewiesen, dass sie durchaus mit starken Mannschaften konkurrieren können“, befindet die Torhüterin, die jedoch erklärt „Ich sehe uns nicht chancenlos, aber wir müssen hart trainieren und noch stärker spielen um unsere Chancen zu verbessern.“