20.03.2012 17:11 Uhr - 1. Bundesliga - PM Leverkusen

Egger verlängert in Leverkusen

Sagte dem THC ab: Steffi EggerSagte dem THC ab: Steffi Egger
Quelle: Heinz Zaunbrecher
Steffi Egger weiß, was sie an den Elfen und dem Leverkusener Umfeld hat. Sie will und wird in Leverkusen bleiben, bei den Elfen, wo sie bereits seit Sommer 2010 unter Vertrag steht. „Leverkusen ist eine große Adresse im Frauenhandball“, sagt Steffi Egger: „Ich will meine Rolle im Team festigen und parallel dazu im August meine Ausbildung zur Physiotherapeutin abschließend.“ Es zieht sie nicht weg vom Rhein, „zumal ich mir hier ein sehr schönes Umfeld aufgebaut habe“.

Es wird Steffi Eggers dritte Saison bei den Elfen, ihre ersten Stationen in Deutschland waren Bensheim-Auerbach (2005-2008) und die Trierer Miezen (2008-2010). Mittlerweile hat sich die Südtirolerin in Leverkusen als effiziente Kreisläuferin einen Namen gemacht. Sie reißt am gegnerischen Kreis die Lücken, in die Bayers wurfgewaltiger Rückraum mit Laura Steinbach, Denisa Glancovicova oder Nadine Krause stoßen kann. "Gerne erzielt Egger auch mal das eine oder andere wichtige Tor selbst, sie ist in jedem Fall ein ständiger Unruheherd für die Abwehr des Gegners", so Leverkusen in der Pressemeldung zur Vertragsverlängerung.

In Südtirol begann Steffi Egger einst ihre Karriere als Handballerin, bereits mit 14 Jahren erhielt sie ihre erste Berufung in die italienische Nationalmannschaft. Wie viele Länderspiele für ihr Heimatland sie mittlerweile auf dem Buckel hat, weiß sie nicht mehr so genau: „Wir haben unzählige Qualifikationen für irgendwas gespielt“, sagt sie und lacht laut und herzhaft. Es sollen, und das weiß sie ganz genau, aber keine internationalen Einsätze mehr dazukommen: „In Italien ist Frauenhandball einfach gar nichts, das ist viel zu viel Invest für viel zu wenig Ertrag. Da konzentriere ich mich lieber auf den Verein, da weiß ich, dass es sich lohnt.“

Gespannt ist die 24-Jährige auf die neue Elfen-Trainerin Heike Ahlgrimm. „Man hört ja nur Gutes von ihr“, sagt Steffi Egger: „Ich freue mich auf sie, sie ist jung und ehrgeizig.“ Genau wie Egger selbst, die aber trotz aller Sympathie für das Rheinland „irgendwann mal in meine Heimat zurückkehren will“. Schön sei es dort in Südtirol, „das Klima, das Essen, alles“. Fast alles, bis eben auf den Handball.