15.03.2012 11:31 Uhr - 1. Bundesliga - Matthias Braun, FHC, red

Frankfurterin Herrmann wird Österreicherin

Melanie HerrmannMelanie Herrmann
Quelle: Stephan Weber
Wenn die Handball-Frauen des Frankfurter HC am Sonnabend um 16 Uhr zum vorletzten Bundesliga-Heimspiel der Punkterunde gegen Frisch Auf Göppingen in die Brandenburghalle laufen, werden zwei Spielerinnen besonders im Mittelpunkt stehen. Neben Linksaußen Mandy Hering, der noch vier Treffer bis zur Rekordmarke von 1000 Toren für den FHC fehlen, steht mit Melanie Herrmann eine Neu-Österreicherin im Tor der Oderstädterinnen.

„Meine Mutter ist in Österreich geboren und hat die deutsche Staatsbürgerschaft erst bekommen, als ich schon auf der Welt war. Da haben mich Freunde auf die Idee gebracht, es doch mal mit dem Einstieg in diese Nationalmannschaft zu versuchen”, sagte Melanie Herrmann der Märkischen Oderzeitung. Nach dem Punktspiel des FHC im Dezember 2011 beim Thüringer HC hatte die Junioren-Weltmeisterin von 2008 THC-Trainer Herbert Müller angesprochen, der gleichzeitig Coach der österreichischen Auswahl ist.

Der war begeistert von seinem möglichen Neuzugang und machte der Frankfurterin Mut, diesen Weg zu gehen. Am vergangenen Wochenenende absolvierte Herrmann bereits den ersten Trainings-Lehrgang bei ihrer neuen Nationalmannschaft. „Ich habe jetzt beide Staatsbürgerschaften und kann versuchen, demnächst bei den Qualifikationsspielen zur Europameisterschaft für Österreich zwischen den Pfosten zu stehen”, sagt die 1,80 m große FHC-Torhüterin, die 2008 von der HSG Blomberg-Lippe nach Frankfurt kam und seitdem das Trikot mit der Nummer 12 trägt.

Erst am letzen Freitag hatte die geborene Ansbacherin ihren Vertrag beim Frankfurter HC um zwei weitere Jahre bis zum Sommer 2014 verlängert. „Ich spiele derzeit meine vierte Saison für den FHC und fühle mich mittlerweile mit der Stadt verbunden”, bekennt Herrmann. „Ein wichtiger Punkt war auch das halbjährige Praktikum, welches ich Ende Februar bei der Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) abgeschlossen habe. Zudem habe ich die Nähe zu Berlin zu schätzen gelernt, nicht zuletzt durch mein Studium in Wildau. Ich freue mich auf meine weitere Zukunft in Frankfurt (Oder) und hoffe auf eine geschlossene Mannschaftsleistung am Wochenende gegen Göppingen.“