13.03.2012 19:00 Uhr - DHB-Pokal - PM FAG und red

Göppingen vor Pokal-Hit: Aller guten Dinge sind drei

Maike Daniels lässt Freundschaften ruhenMaike Daniels lässt Freundschaften ruhen
Quelle: Stephan Weber
Bereits zum dritten Mal in dieser Saison und zum zweiten Mal binnen zwei Wochen kreuzen sich die Wege der Handballbundesligisten aus Leipzig und Göppingen. Wenn am Mittwoch um 19.30 Uhr der Anpfiff in der EWS-Arena ertönt geht es allerdings nicht um Punkte im Kampf um die Play-Offs sondern um das letzte Ticket für das Pokal Final 4 in Göppingen.

Die ersten beiden Vergleiche in der Bundesliga verloren die Frisch-Auf Frauen. In Leipzig verloren die Württembergerinnen knapp mit 21:23 und auch das Rückspiel in Göppingen konnten die Leipzigerinnen mit 24:20 für sich entscheiden. Doch nun werden die Karten neu gemischt.

Denn Leipzig steckt mächtig im Pokalstress. Am Samstag nach dem Bundesligaspiel ging es für den Tross der Messestädterinnen in den hohen Norden. Beim norwegischen Vizemeister Byåsen Trondheim gewannen die Leipzigerinnen im Europapokal der Pokalsieger knapp mit 29:28. Vor Allem Saskia Lang und Mette Ommundsen konnten überzeugen, stellten das Starensemble aus Mittelnorwegen vor unlösbare Probleme und konnten so die Überraschung schaffen. Am Montag kam es zum Rückspiel, welches der HC aus Leipzig nach anfänglichen Schwierigkeiten in beiden Halbzeiten am Ende doch deutlich mit 26:20 (15:11) für sich entschied. Beste Spielerin bei den Leipzigerinnen war Maura Visser, die insgesamt sieben Tore erzielte und somit den Halbfinaleinzug sicherte.

In den vorhergegangenen Pokalrunden waren beide Mannschaften jeweils zwei Mal erfolgreich. Da die Mannschaften aus der Bundesliga erst in der dritten Runde ins Geschehen eingreifen, bekamen es die Leipzigerinnen in der ersten Runde mit dem TSV Owschlag zu tun. Beim aktuellen Tabellenfünften der Oststaffel der dritten Liga gewann das Team von Trainer Stefan Madsen klar mit 39:19. In der zweiten Runde wurde der FHC Frankfurt/Oder mit 36:21 auf die Heimreise geschickt. Für die Frisch Auf Mädels hingegen ist das Viertelfinalspiel das erste Pokalheimspiel in dieser Saison. In der dritten Runde ging die Reise in die Eifel. Nur knapp konnten die Grün-Weißen bei der TuS Weibern mit 28:27 gewinnen. Das Achtelfinalspiel bei der TuS Lintfort, die in der dritten Liga West beheimatet sind, gewannen die Schwäbinnen deutlich mit 29:19. Auch personell sieht es bei den Grün-Weißen gut aus. Alle Spielerinnen sind an Bord und gewillt, dieses Pokalspiel zu gewinnen. Lediglich Julia Schulz wird ihre Mitspielerinnen, nach ihrer Fußverletzung, von der Tribüne aus anfeuern und sich dort selbst quälen, da sie selbst nicht eingreifen kann.

Für die Torhüterin wäre das Erreichen des Final 4 eine ganz besondere Motivation. Denn Schulz will will, nach eigener Aussage, zum Final 4 wieder fit werden und im Pokalhalbfinale wieder auf der Platte stehen. Die ehemalige Leipzigerin Maike Daniels, die erst vor der Saison aus Sachsen an die Fils wechselte, sagte, dass die Mannschaft besser und strukturierter spielen wolle, als im letzten Bundesligaspiel. "Für mich ist das natürlich ein besonderes Spiel, da ich viele Freunde und Bekannte im Leipziger Team habe. Dennoch werden für 60 Minuten diese Freundschaften ruhen", ließ die Spielmacherin verlauten.