15.02.2012 12:25 Uhr - Champions League - Mark Hegedüs - ehfcl.com

Clara Woltering: "Der Gruppensieg ist noch weit entfernt"

Clara WolteringClara Woltering
Quelle: Michael Heuberger
Die Hauptrunde der Champions League ist in vollem Gange und Clara Woltering steht gleich in ihrer ersten Spielzeit in der Königsklasse auf dem Sprung ins Halbfinale und wird somit vermutlich als einzige Spielerin die deutschen Farben im Wettbewerb vertreten. Im Gespräch mit Mark Hegedüs blickt die Nationalspielerin auf den Start in der Hauptrunde zurück und berichtet auch vom Wintereinbruch in Montenegro.

Das war ein großartiger Start mit zwei Siegen in der Hauptrunde. Wie reflektierst Du die beiden Spiele?

Clara Woltering:
Wir sind zum Glück erfolgreich gestartet, aber die Spiele waren noch ein wenig holprig. Zum Glück konnten wir uns immer noch rechtzeitig steigern, um die Spiele zu gewinnen. Wir haben noch Potential nach oben.

Gegen Krim hakte es in der ersten Halbzeit noch, da habt Ihr erst in der zweiten Hälfte das Spiel kontrollieren können. Woran lag es bzw. was hat denn Dragan Adzic zu euch in der Pause gesagt?

Clara Woltering:
In der Pausenbesprechung bin ich nie dabei und kann daher nicht sagen, was Dragan als Marschroute ausgegeben hat. Aber jeder wusste, dass wir in der Abwehr noch aktiver werden müssen. Damit konnten wir schnell in den Gegenstoß und leichte Toren erzielen. Das hat dann auch funktioniert.

Du bist ein sicherer Rückhalt im Buducnost-Tor. Wie fühlst Du Dich in Podgorica, bist Du gut in der Mannschaft integriert?

Clara Woltering:
Die Mannschaft hat mich sofort gut aufgenommen und trotz sprachlicher Probleme sofort akzeptiert. Ich fühle mich wohl und erhalte die nötige Rückendeckung um auch eine gewisse Sicherheit ausstrahlen zu können. Die Abwehrleistung hilft natürlich enorm dabei.

Mit Oltchim erwartet Euch am Wochenende der stärkste Gegner in der Gruppe. Geht es für die Mannschaft um den ersten Platz jetzt oder um den nächsten möglichen Sieg?

Clara Woltering:
Der Gruppensieg ist noch weit entfernt, denn es sind noch vier anstrengende Spiele, da kann noch alles passieren. Daher gehe ich mit voller Konzentration an das nächste Spiel.

Wie ist denn die Zusammenarbeit mit deinem Trainerteam? Hast Du Dich gut entwickeln können?

Clara Woltering:
Die Zusammenarbeit wird von Tag zu Tag besser, denn jetzt hat man sich gegenseitig kennengelernt und weiß um die Qualitäten des anderen. Natürlich war die Umstellung am Anfang sehr groß, aber das ist auch völlig normal, denn ich war vorher 11 Jahre in dem gleichen Verein und das ist eine lange Zeit. Ich denke, dass jeder Auslandsaufenthalt seine eigenen Herausforderungen hat.

In der Parallelgruppe ist noch alles möglich, Györ, Itxako und Larvik kämpfen um die Halbfinalplätze. Wen erwartest Du denn unter die besten Vier? Oder anders gefragt, wohin würdest Du gern mit Buducnost reisen um das Halbfinale zu spielen?

Clara Woltering:
Das sind alles klasse Mannschaften und daher wird das ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Ich kann es mir aber eh nicht aussuchen auf welche Mannschaft man möglicherweise trifft. Erstmal müssen wir unsere Hausaufgaben machen.

Gegen Krim waren wetterbedingt ganz wenige Zuschauer in der "Moraca" Halle. Wie war denn die Situation mit dem Schnee, gibt es wirklich gesperrte Strassen?

Clara Woltering:
Die Situation hat sich jetzt ein wenig beruhigt, obwohl wieder Schnee für die nächsten Tage angesagt ist. Die Dächer mussten von den Schneelasten befreit werden, die Straßen waren teilweise gesperrt und die nächsten Tage werde ich wohl noch zu Fuß zum Training gehen.