08.02.2012 12:49 Uhr - Europameisterschaft - PM ÖHB

"Ein super Erlebnis!" - Simona Spiridon über Russland und das Comeback im ÖHB-Dress

Simona Spiridon im Trikot von ZvezdaSimona Spiridon im Trikot von Zvezda
Quelle: Katja Boll
Die österreichische Nationalspielerin Simona Spiridon ist am kommenden Samstag im Rückspiel des EHF-Cups-der-Cupsieger im Achtelfinale im Einsatz: im Hinspiel gab´s in Dänemark bei Randers HK für Spiridons Klub Zvezda Zvenigorod eine knappe 25:26-Niederlage, im Rückspiel am Samstag vor heimischem Publikum soll ein klarer Sieg her. Spiridon, nach ihrer Knieoperation im Frühjahr 2011 den ganzen Sommer und Herbst außer Gefecht, ist bereits im Dezember 2011 wieder in den Spielbetrieb eingestiegen und wird auch im März in den EM-Qualifikationsspielen gegen Schweden (22.März 2012 in Krems) ihr Comeback im Nationalteam feiern. Im Interview spricht die Russland-Legionärin über ihr Knie, die Chancen des Nationalteams und die eisige russische Kälte.

Simi, wie geht´s mit Deinem Knie?

Simona Spiridon:
Mein Knie ist ok momentan, ich habe noch manchmal Schmerzen, aber das ist normal. Ich muss immer aufpassen, dass ich nicht übertrainiere und habe immer noch mein spezielles Training für den Muskelaufbau.

Wie läuft´s sportlich mit Deinem Verein?

Simona Spiridon:
In der Meisterschaft liegen wir auf Platz 2. Unser Ziel ist es, wieder in der Champions League zu spielen, also brauchen wir hier den ersten oder zweiten Platz. Wir haben gegen Dinamo Volgograd zu Hause verloren, aber am Ende haben wir noch ein Play-Off. Ich hoffe, dass wir besser dort sind.

Ihr habt im Europacup letzte Woche knapp in Dänemark verloren: geht sich das aus für´s Viertelfinale?

Simona Spiridon:
Ja , wir haben auswärts mit einem Tor verloren. Es war ein gutes Spiel, aber es hätte auch besser sein können. Ich hoffe, am Samstag erledigen wir alles.

Du wirst auch am 22. März gegen Schweden im Nationalteam Dein Comeback feiern.

Simona Spiridon:
Ich habe mich immer gefreut, wenn ich für´s Nationalteam gespielt habe. Natürlich freue ich mich sehr, gegen Schweden wieder da zu sein, obwohl sie eine sehr starke Mannschaft haben.

Wie siehst Du die österreichischen Chancen nach den zwei Auftaktniederlagen?

Simona Spiridon:
Nichts ist verloren. Wir müssen unsere Punkte zurückholen. Der Ball ist rund!

Haben wir gegen die Schwedinnen eine Chance?

Simona Spiridon:
Das ist ein sehr starker Gegner, aber wer dachte bei der Männer-EM in Serbien, dass Ungarn die Franzosen schlagen wird?!

Wie hast Du Dich in Russland eingelebt?

Simona Spiridon:
Die Mannschaft ist super, alle Mädels sind sehr nett zu mir - anders als die Europäerinnen, aber doch gut. Ein Problem sind die Reisen, weil Russland ein riesengroßes Land ist: zum Glück fliegen wir immer, aber auch das ist sehr, sehr anstrengend: jedes Mal um drei, vier Uhr morgens aufstehen, zum Flughafen mit bis zu drei Stunden Fahrtzeit, wenn Stau ist, dann die Reisen und so weiter. Wir haben manchmal keine Zeit, das nächste Spiel zu vorbereiten.

Wie ist der russische Winter?

Simona Spiridon:
November und Dezember waren super - immer minus eins oder null Grad. Und dann kam der Jänner und bumm! Minus 25°C! brr! Sehr kalt! Aber Gott sei Dank sind Halle und Wohnung sehr warm, sonst hätte ich keine Ahnung, wie ich das schaffen würde. Aber es ist trotzdem eine super Erfahrung hier in Russland und ich freue mich, dass ich diese Entscheidung getroffen habe. Ein super Erlebnis!