01.02.2012 21:21 Uhr - DHB-Pokal - dpa, cie

HC Leipzig zieht souverän ins DHB-Viertelfinale ein

Schied verletzt aus: Maura VisserSchied verletzt aus: Maura Visser
Quelle: Sebastian Brauner
Nach einer zuletzt enttäuschenden Leistung in der Liga bei der Heimniederlage gegen Bad Wildungen haben die Bundesliga-Handballerinnen des HC Leipzig am Mittwochabend souverän das Viertelfinale des DHB-Pokals erreicht. Sie setzten sich im Achtelfinale gegen Ligakonkurrent FHC Frankfurt/Oder vor 1.784 Zuschauern in der Arena Leipzig mit 36:21 (17:12) durch. Beste Werferin für Leipzig war Mette Ommundsen (8). Für die Gäste traf Franziska Mietzner (10/5) am häufigsten.

Einen Start nach Maß erwischte der HC Leipzig vor 1.784 Zuschauern, von der ersten Minute an war das Bestreben, sich für die am Wochenende erlittene Niederlage gegen Bad Wildungen zu rehabilitieren, spürbar. Saskia Lang setzte den ersten Treffer, Augsburg legt nach und während Katja Schülke weiterhin erfolgreich Gegentreffer verhinderte, wuchs der Abstand in der fünften Minute auf 4:0 an. Dietmar Schmidt hatte genug gesehen, er nahm seine Auszeit und versuchte das Spiel seines Teams neu zu ordnen.

Die Unterbrechung erfüllte ihren Zweck, Mietzner gelang der erste Treffer für die Gäste und diese hatten in der zehnten Minute durch Schneider dann sogar den Anschluss geschafft. Die Begegnung schin von vorne zu beginnen. Doch Leipzig fand wieder zum Spiel der Anfangsminuten, vor allem die in den letzten Wochen immer wieder kritisierte Deckung zeigte sich stark verbessert. Der FHC konnte beim 9:8 zwar erneut auf ein Tor verkürzen, Leipzig hielt aber die Führung, zog beim 14:10 wieder auf vier Tore davon und nahm ein 17:12 mit in die Kabinen.

Auch nach dem Wechsel stand die Deckung des HCL sicher, im Tor sorgte die starke Katja Schülke für ein klares Plus und da in der Offensive die Chancenverwertung stimmte, wurde es schnell deutlich. Beim 21:13 war der Abstand bereits auch acht Tore angewachsen und bereits vier Minuten der zweiten Halbzeit die Frage nach dem Sieger beantwortet. Die Leipziger mussten aber wenig später einen Rückschlag hinnehmen, Maura Visser verletzte sich an der Nase und musste verletzt ausscheiden. Die Nase soll aber nicht gebrochen sein.

An der deutlichen Führung der Leipzigerinnen änderte dies aber nichts, beim 25:15 von Hubinger war die Differenz erstmals im zweistelligen Bereich - Leipzig mühte sich aber weiterhin um Entschädigung für die Niederlage vom Wochenende und hielt das Tempo hoch. Der HCL dominierte die Partie und auch die Einwechslungen von mehreren Nachwuchsspielerinnen änderte nichts an der Überlegenheit der Gastgeberinnen. Diese wurden bereits vor Spielende von der Halle gefeiert und verbuchten am Ende einen überraschend deutlichen 36:21-Erfolg gegen den Ligakonkurrenten.

"Unsere Leistung heute war bereits ganz nah dran an dem, was ich mir für unser Spiel vorstelle. Wir haben heute auf allen Positionen überzeugt und unsere Angriffe sehr gut ausgespielt. Das gibt uns das nötige Selbstvertrauen für Skopje", freuts sich HCL-Coach Madsen über den gelungenen Auftritt seines Teams. "Leipzig hat heute genau das gemacht, was wir uns vorgenommen haben: Sie haben uns aus einer kompakten Defensive heraus überlaufen", erklärte Dietmar Schmidt gegenüber lvz-online.de und fügte an: "Ich weiß nicht, was mit meiner Mannschaft los war. Ich kann es mir nicht erklären. Wir werden uns morgen erst einmal zusammensetzen müssen."