29.01.2012 20:12 Uhr - 1. Bundesliga - red und PM Trier

Trier trotz Neuzugang ohne Chance gegen Blomberg

Die Hoffnung war groß bei der DJK/MJC Trier, gegen Blomberg-Lippe etwas für das eigene Punktekonto tun zu können. Die Realität sah aber anders aus: Mit 34:25 (14:11) überrollte der Gast aus dem Lipperland die chancenlosen Triererinnen. Bis zum zwischenzeitlichen 15:15 konnten die Gastgeberinnen die Partie noch offenhalten, danach brach der abstiegsbedrohte Vorletzte ein. Blomberg kam zu zahlreichen einfachen Treffern und setzte sich schnell ab. Die Niederlage konnte auch der Neuzugang der Triererinnen, Carolin Schmele nicht verhindern - die ehemalige Blombergerin kam trotz der angespannten finanziellen Lage bei der DJK/MJC als Hoffnungsträgerin im Abstiegskampf.

Miezentrainer Dago Leukefeld sah ein zwiespältiges Bild seines Teams, erkennt die Gründe für den Einbruch ab der 35. Minute aber auch im harten Programm: „Die letzte Woche war mit dem Auswärtsspiel in Erfurt, dem Heimspiel gegen Leverkusen und der heutigen Begegnung sichtbar zu viel für uns.“, so der Thüringer, der bis Saisonende in Diensten der MJC steht. Dabei hatten die Miezen noch zur 21. Spielminute geführt und waren zwischenzeitlich sogar mit zwei Toren in Führung. Doch bereits in den letzten drei Minuten der ersten Hälfte nutze Blomberg drei Fehler der Miezen und zog von 10:10 auf 11:14 davon.

Die Miezen kamen danach hoch motiviert aus der Kabine und kämpften sich bis zum 15:15 zurück in die Partie; wie gegen Leverkusen schien der Sieg wieder möglich. Doch dann schlug die HSG zurück und zog erneut auf 15:18 davon. Was nun folgte, war eine Aneinanderreihung von Fehlern, die Blomberg ohne Mühe bis zum 17:23 in der 43. Minute ausnutzen konnte. Dann nahm Leukefeld eine Auszeit, die aber nicht viel half. Schon fünf Minuten später führten die Gäste beim 18:28 mit zehn Toren und ein Aufbäumen war bei Trier nicht zu sehen. „Wir haben Bälle in der Abwehr erobert und sind zu leichten Toren gekommen”, so Blombergs Trainer Andre Fuhr.

Anna Monz, die nun den Trierer Kasten hütete, setzte in der Folge mit mehreren guten Paraden noch einmal einige Akzente, sodass das Endergebnis mit 25:34 noch einigermaßen erträglich ausfiel. „Ich bin sehr froh, dass wir auch dieses Spiel gewonnen haben. Wir waren sehr motiviert”, sagte Fuhr. Unverständlich war für die Fans in der Arena Trier dagegen die Auszeit von HSG-Coach André Fuhr, 47 Sekunden vor dem Ende der längst entschiedenen Partie. Der Gästetrainer zeigte sich auch in der anschließenden Pressekonferenz zudem angefressen von einer Personalie bei den Miezen: MJC-Neuzugang Carolin Schmele machte am Sonntag ihr erstes Bundesligaspiel für Trier - bis Oktober 2011 stand das Rückraumtalent noch ausgerechnet bei der HSG unter Vertrag.