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20.01.2012 10:36 Uhr - 1. Bundesliga - Ole Rosenbohm - VfL Oldenburg

Schwangerschaft: VfL Oldenburg freut sich mit Tatiana Surkova

Tatiana Surkova im Challenge Cup Finale 2008Tatiana Surkova im Challenge Cup Finale 2008
Quelle: Thorsten Helmerichs
Torhüterin Tatiana Surkova vom Handball-Bundesligisten VfL Oldenburg ist im vierten Monat schwanger. „Wir freuen uns sehr“, teilte die 30-Jährige für sich und ihren Lebensgefährten mit. Der Geburtstermin wurde für den 29. Juli errechnet – ausgerechnet Surkovas Geburtstag.

Vor einigen Tagen hatte „Tanja“ ihre Mannschaft über ihre neue Lebenssituation informiert, nun ist die Öffentlichkeit dran: „Ich wollte noch etwas warten, bis ich sicher sein konnte, dass gesundheitlich alles in Ordnung ist“, sagte sie. Ihre Mitspielerinnen reagierten mit Applaus und vielen Umarmungen auf die Nachricht. „Wir freuen uns mit ihr“, sagte Angie Geschke stellvertretend. Auch Trainer Leszek Krowicki beglückwünschte Tatiana Surkova.

Ihre Handball-Karriere ist mit dieser Schwangerschaft nun vermutlich endgültig zu Ende. „Ich kann mir nicht vorstellen, noch einmal zurückzukommen“, sagte Surkova, die in dieser Saison wegen starker Rückenprobleme noch keine Partie für den VfL absolviert hatte, die Mannschaft allerdings wo immer es ging, begleitete. „Meinem Rücken geht es zwar ein wenig besser, aber für Leistungssport reicht es noch nicht.“ Zudem werde es nach der Geburt schwierig sein, die Familie, ihre Ausbildung zur Optikerin und den Handball „unter einen Hut zu bekommen“.

Surkova bestritt somit am 30. April 2011 ihre letzte Partie. Damals führte sie ihren VfL im Rückspiel des Playoff-Halbfinales beim späteren deutschen Meister Thüringer HC trotz Schmerzen zu einem unerwarteten 32:31-Sieg.

Die Schmerzen im Rücken hatte Surkova monatelang ausgehalten. „Ich konnte einfach nicht über eine längere Zeit stehen“, berichtete sie. Bei eigenem Ballbesitz hatte sie sich deswegen oft vor ihrem Tor hingehockt. Ihre Nachfolge beim VfL übernahm zur aktuellen Saison Surkovas langjährige Ersatzfrau Julia Renner (24). „Ich freue mich sehr über Julias positive Entwicklung“, sagte sie kürzlich. In der 18-jährigen Niederländerin Tess Wester hatte der Klub im Sommer zudem eine weitere talentierte Torfrau verpflichtet.

Insgesamt war Surkova vier Jahre lang die unbestrittene Nummer 1 im Oldenburger Tor und somit an allen Erfolgen der jüngeren Vergangenheit maßgeblich beteiligt: am Gewinn des europäischen Challenge Cups 2008, am DHB-Pokalsieg 2009 und dem folgenden Gewinn des Supercups im selben Jahr sowie in der Saison 2009/10 an der mit Platz drei besten Oldenburger Bundesliga-Platzierung seit 1986. Zweimal – 2010 im Europapokal der Pokalsieger und 2011 im EHF-Pokal – stand sie mit dem VfL im Halbfinale eines renommierten internationalen Wettbewerbs.

Die Russin galt in diesen Jahren mindestens als eine der besten Torfrauen der Liga. Nicht nur ihr Oldenburger Torwarttrainer Sascha Vorontsov bezeichnete sie sogar als die Beste ihres Fachs in Deutschland: „Auch international gibt es nur wenige, die mit ihr mithalten konnten.“

Vor ihrer Oldenburger Zeit spielte sie beim russischen Spitzenteam Astrachanotschka Astrachan sowie 2005 bis 2007 bei Byasen Trondheim in Norwegen. In der russischen Nationalmannschaft kam sie nur in sieben Partien zum Einsatz, da die Auswahl auf im Ausland tätige Spielerinnen stets verzichtet hatte. 2010 lud sie der russische Nationaltrainer Evgeny Trevilov wegen ihrer konstant starken Leistungen auf hohem Niveau doch ein. Wegen ihrer gesundheitlichen Probleme musste Surkova ihm aber absagen.



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