06.01.2012 12:48 Uhr - DHB-Pokal - Ole Rosenbohm - VfL Oldenburg / red

Bundesliga im direkten Duell: Oldenburg und Blomberg kämpfen um das Achtelfinale

Kurz vor Schluss zauberten die Oldenburgerinnen sogar: Zum 32:26 gelang Angie Geschke auf Vorlage von Maike Schirmer ein Kempa-Tor. Am Ende siegte der VfL Oldenburg in seinem ersten Punktspiel nach der WM-Pause im Dezember mit 33:26 am Mittwochabend bei der HSG Bad Wildungen. Nun geht es im Pokal weiter für den VfL.

Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki lobte zuletzt die „effektive“ Spielweise seiner Mannschaft, Markus Berchten, der neue Coach der HSG, sprach sogar von „herrlichem Oldenburger Angriffshandball“. Dabei ging es für den VfL wahrlich nicht darum, besonders zu glänzen. Nach einer teilweise durchwachsenen Hinrunde mit wenigen Ausreißern nach oben und einem miesen Testspiel im Dezember beim Buxtehuder SV fürchteten manche Anhänger Schlimmes vor der Partie beim Aufsteiger, der nur wenige Tage zuvor einen höchst überraschenden Sieg bei Bayer Leverkusen landen konnte. „Wir wussten nicht, wo wir stehen, jetzt sieht die Zukunft aber positiver aus“, sagte Krowicki.

Schon am Sonntag (8.1.) steht die nächste Aufgabe an. Im einzigen Bundesliga-Duell der dritten Runde im DHB-Pokal tritt der VfL um 16 Uhr bei der HSG Blomberg-Lippe an. „Keine leichte Beute“, weiß Krowicki: „Vor allem zu Hause ist die HSG gefährlich.“ Zuletzt ließ das Team von Trainer Andre Fuhr durch zwei gute Ergebnisse aufhorchen: Am 30. Dezember unterlag Blomberg dem Tabellenzweiten HC Leipzig lediglich mit 25:26, war dabei einem Sieg lange Zeit sehr nahe, und gestern entführte das Team beide Punkte beim Frankfurter HC (33:32). „Das war wirklich ordentlich“, fand Krowicki.

Für den Einzug ins Achtelfinale (4./5. Februar) müsste der VfL eigentlich nur die Leistung aus Bad Wildungen oder aus dem Bundesliga-Hinspiel am 6. November in Oldenburg wiederholen (34:26). „Wenn wir das Gefühl aus dem Heimspiel mitnehmen, kommen wir weiter“, sagt Krowicki. Angesichts der Klatsche im November dürften die Blombergerinnen nach Wiedergutmachung streben. Doch auch der VfL hat noch eine Rechnung offen. Als amtierender Pokalsieger schied Oldenburg im März 2010 in der Runde der letzten Acht gegen die HSG aus (27:32).

Blombergs Trainer Andre Fuhr scherzte unterdessen bereits: "Es ist für uns und Oldenburg ein bisschen schade, dass wir in der 3. Runde des DHB-Pokals das einzige Erstliga-Duell erwischt haben. Gegen den VfL nicht nur in der Bundesliga zu spielen, ist für uns mittlerweile jedoch ein fester Bestandteil des Saisonprogramms geworden: 2010 waren wir im Viertelfinale erfolgreich, im vergangenen Jahr ging der Sieg an Oldenburg - jetzt wären wir wieder an der Reihe, aber ich bin mir nicht sicher, ob mein Kollege Leszek Krowicki das weiß..."

Fuhr hofft auf eine Energieleistung seiner Mannschaft: "Gegen Oldenburg sind wir zwar Außenseiter, aber in den Bundesligaspielen gegen Leverkusen und Leipzig haben wir gezeigt, dass wir an der Ulmenallee immer für eine Überraschung gut sein können. Natürlich ist das Final Four in Göppingen auch für uns ein reizvolles Ziel. Dreimal haben wir in Riesa teilgenommen - und sehr gern wollen wir die aus Bundesligaspielen gegen Frisch Auf vertraute EWS-Arena in Göppingen unter anderen Umständen kennenlernen."