04.01.2012 21:30 Uhr - 1. Bundesliga - PM Leverkusen

Leverkusen auf der Zielgerade noch abgefangen, Leipzig rettet Remis

Erst mit Sonderbewachung zu stoppen. Laura SteinbachErst mit Sonderbewachung zu stoppen. Laura Steinbach
Quelle: Heinz Zaunbrecher
Vor dem Spiel als Außenseiter angereist, am Ende „nur“ ein Unentschieden geholt: Leverkusen musste gegen den HCL ein Remis quittieren. Mit einem energischen Schlusssprint konnte sich Leipzig mit einer Sonderbewachung gegen die insgesamt 12 mal erfolgreiche Laura Steinbach und aufgrund einer Zeitstrafe gegen Stefanie Egger noch einmal von 25:29 zum 29:29-Unentschieden herankämpfen. Die Elfen hatten basierend auf einer guten Leistung in Abwehr und Angriff die Partie über weite Strecken kontrolliert, gaben den Auswärtssieg dennoch aus der Hand. Für Leipzig zeigte sich Maura Visser (7/4) am treffsichersten.

Die Gäste erwischten keinen guten Start in die Partie, erst in der fünften Minute sollte sich die diesmal im rechten Rückraum beginnende Marlene Zapf durchtanken und den anschließenden Strafwurf zum 2:1 verwandeln. Doch die Elfen kämpften sich in die Partie, Laura Steinbach agierte treffsicher aus dem Rückraum, doch auch spielerisch, wie beim 4:4 (9.) von Elli Garcia, als Marlene Zapf den langen öffnenden Pass über die HCL-Deckung spielte, wusste Leverkusen zu überzeugen.

Auch die Deckung machte es Leipzig schwer im gebundenen Spiel zum Erfolg zu kommen. Als nach einer Viertelstunde die ersten personellen Wechsel auf beiden Seiten durchgeführt wurden, konnten die Bayer-Handballerinnen durch einen Doppelpack von Steinbach die Führung übernehmen. Als Egger dann vom Kreis zum 9:11 (20.) traf, war Stefan Madsen zur Auszeit gezwungen.

Die HCL-Defensive agierte nun etwas offensiver, doch erst eine Zeitstrafe gegen Franziska Garcia konnten die Hausherrinnen nutzen, um zum 12:12 (25.) auszugleichen. Aber vor allem Laura Steinbach war nicht zu stoppen. Der sechste Treffer der Rückraumspielerin zum 13:14 (27.) bewog auch Leipzig zu einem Wechsel zwischen den Pfosten, Julia Plöger rückte für Nationalkeeperin Katja Schülke ins Tor, konnte aber den 13:15-Pausenstand nicht verhindern.

Nach dem Seitenwechsel knüpften die Elfen an ihre gute Leistung an, nach einer Parade von Salamakha und einem weiteren Rückraumkracher von Steinbach betrug die Führung zum zweiten Mal in der Partie nach dem 9:12 drei Tore. Leipzig hielt den Anschluss, konnte vor allem nun über die beiden Flügelpositionen, wo nun neben Natalie Augsburg auf Linksaußen die routinierte Mette Ommundsen die rechte Außenbahn beackerte, erfolgreich zum Abschluss kommen.

In der 37. Minute sollte dann Natalie Hagel bei einem Strafwurf ihren Einstand geben, doch gegen den Wurf von Ania Rösler zum 18:19 war die neue Torfrau der Gäste machtlos. Da mit Joyce Hilster und Anne Krüger zwei Alternativen zur Entlastung von Elli Garcia ausfielen, agierte Schwester Franziska fortan auf dem linken Flügel. Gegen Laura Steinbach hatte Leipzig hingegen weiterhin keine Mittel, 18 Minuten vor dem Ende kehrte Schülke beim Stand von 18:21 zurück auf das Parkett.

Probleme hatte das Team von Renate Wolf beim Überzahlspiel, denn auch die zweite Leipziger Zeitstrafe konnte man nicht nutzen, um den Vorsprung auszubauen, da nun auch Schülke wieder mit ihren Paraden die Leipziger im Spiel hielt.

Aber die Elfen witterten ihre Chance, sich die Punkte aus dem Spiel gegen Bad Wildungen postwendend zurück zu holen, Steinbachs elftes Tor ließ den Vorsprung beim 22:26 (51.) erstmals auf vier Tore anwachsen. Ihre Freiräume hatte die Nationalspielerin vor allem auch Stefanie Egger zu verdanken, die immer wieder die HCL-Deckung an den eigenen Torkreis band und immer wieder in kritischen Phasen wichtige Treffer setzte.

Sieben Minuten vor dem Ende versuchte Stefan Madsen mit einer Auszeit noch ein letztes Mal die Partie zu wenden. Die ehemalige Leverkusenerin Anne Müller bekam den Auftrag zur Sonderbewachung der mittlerweile im Dutzend erfolgreichen Steinbach. Aber den sich dadurch bietenden Raum konnte vor allem nun Denisa Glankovicova mit den Toren zum 24:28 und 25:29 nutzen. Aber Leipzig gab sich nicht auf und konnte – auch profitierend von einer Zeitstrafe gegen Egger – noch einen Punkt retten.