30.12.2011 09:42 Uhr - 1. Bundesliga - Frank Härterich / PM BSV / red

Göppingen will Buxtehude fordern

Nach sechswöchiger Abstinenz fliegt endlich wieder der Ball in der Handball-Bundesliga Frauen. Und damit auch in der Halle Nord, wo der Buxtehuder SV am Freitag Frisch Auf Göppingen zum letzten Spiel des Jahres empfängt. Der BSV will das überaus erfolgreiche Handball-Jahr 2011 mit einem weiteren Heimsieg beschließen, um in eigener Halle ungeschlagen zu bleiben und Kontakt zum Spitzenreiter Thüringer HC zu halten.

Die Nationalspielerinnen in Reihen des BSV sind unbeschadet von der Weltmeisterschaft in Brasilien zurückgekehrt. Schon vor Weihnachten waren sie beim 36:23-Testspielsieg gegen Oldenburg dabei und zeigten sich vom sportlichen Tiefschlag gut erholt. „Wir konzentrieren uns jetzt voll auf den BSV und freuen uns, wieder mit und in Buxtehude spielen zu können“, sagt Stefanie Melbeck, die das WM-Debakel verdrängt hat. Der Rest der Mannschaft hat laut Trainer Dirk Leun gut trainiert und Fortschritte vor allem im Tempospiel gemacht. „Wir wollen und müssen im neuen Jahr unser Tempo erhöhen und gleichzeitig unsere Fehler minimieren. Hier haben wir kleine Fortschritte gemacht.“ Lediglich Diane Lamein (Bindehautentzündung) und Maxi Hayn (Zerrung) konnten die letzten Trainingseinheiten nicht mitmachen, werden aller Voraussicht nach aber zum Einsatz kommen. Sina Namat wird hingegen definitiv fehlen, sie bestreitet mit der Deutschen Jugendnationalmannschaft Länderspiele in den Niederlanden.

Mit Göppingen kommt jedoch ein schwerer Gegner in die Halle Nord. Zwar rangieren die Frisch-Auf-Frauen mit nur fünf Punkten auf Rang 8, jedoch haben sie gegen alle Spitzenmannschaften gut mitgehalten und nur knapp verloren. „Auch für uns war Göppingen bisher immer ein unangenehmer Gegner. Wir müssen den kompakten Abwehrriegel knacken und auf den torgefährlichen Rückraum achten“, stellt Leun die Stärken des Gegners heraus.

Kurz vor Weihnachten konnten die Buxtehuderinnen den VfL Oldenburg mit 36:23 deklassieren. Erfolgreichste Werferinnen waren Randy Bülau, die acht Tore erzielte und Kreisläuferin Diane Lamein, die fünf Mal traf. Bei Buxtehude werden vermutlich alle Spielerinnen fit und motiviert sein, um beide Punkte in der Stadt von Hase und Igel zu behalten. In Göppingen hingegen war es nicht so ruhig, da Ingo Hagen, Geschäftsführer der Grün-Weißen, kurz vor Weihnachten seinen Rücktritt erklärte, da ihm die zeitliche Belastung zu hoch geworden war und nun mit Aleksandar Knezevic ein Ersatz gefunden wurde, der sich sehr auf die neue und spannende Aufgabe freut.

Bei den Frisch Auf Frauen werden nahezu alle Spielerinnen fit und einsatzbereit sein. Lediglich Julia Schulz, deren Genesung Fortschritte macht, wird nicht auf dem Spielberichtsbogen stehen. Für ihre starke Vertreterin Jasmina Jankovic ist die Reise nach Buxtehude eine Reise in die Vergangenheit. Während der vergangen Saison wechselte die niederländische Torhüterin vom damaligen Zweitligisten aus Celle nach Buxtehude, da der spätere Vizemeister auf der Torhüterposition verletzungsbedingte Probleme hatte. Aus diesen Gründen ist das Spiel in Buxtehude für die Niederländerin ganz besonders, da sie dort sehr viel von ihren Mitspielerinnen und dem Trainer gelernt, den Jankovic auch heute noch als sehr guten Trainer lobt. Als kleines Problem sieht die Torhüterin auch die lange Pause wegen der Weltmeisterschaft, da es schwierig werden könnte und sie gespannt ist, wer die Pause besser verdaut hat. „Es wird sehr schwer, die Punkte aus Buxtehude zu entführen, aber wir werden alles dafür tun um das Spiel doch erfolgreich zu gestalten“ brachte es die in Bosnien geborene Torhüterin auf den Punkt.

Trainer Aleksandar Knezevic bezeichnet die Buxtehuderinnen als Topmannschaft. „Wir haben in den letzten Jahren teils knapp teils deutlich gegen einen großen Favoriten auf die deutsche Meisterschaft verloren, aber das wollen wir dieses Mal anders machen und Punkte aus Buxtehude mitnehmen. Ich bin optimistisch und deshalb glaube ich, dass wir dieses Mal gewinnen können“ sagte Knezevic vor der Abfahrt nach Norddeutschland.