19.12.2011 12:13 Uhr - 2. Bundesliga - PM ÖHB

Kreuzbandriss bei Romana Grausenburger

Romana GrausenburgerRomana Grausenburger
Quelle: Silvio Ferrari
Wenige Wochen, nachdem sie beim Turniersieg in London zu den Besten des österreichischen Nationalteams gezählt hatte, zog sich Nationalteamspielerin Romana Grausenburger einen Kreuzbandriss im Knie zu. Die Legionärin des deutschen Zweitligisten Bensheim-Auerbach muss nun sechs Monate pausieren. Im Interview spricht sie über schlimme Momente, die bevorstehende OP und Zuversicht.

Romana, wie ist das mit dem Kreuzbandriss passiert?

Grausenburger: "Vor dem Spiel gegen Neulingen wollte ich bei einer 1-gegen-1-Aktion durchkommen und habe mir dabei das Knie verdreht. Anfangs war es nicht schlimm, weil ich relativ gut gehen konnte. Gespielt habe ich die Partie dann aber aus Sicherheit trotzdem nicht mehr. Erst am Montag beim MRT hat sich herausgestellt, dass es so schlimm ist."

Du wirst aber erst im Jänner operiert, oder?

Grausenburger: "Da es noch zu geschwollen ist, muss ich es nun noch mehr ausheilen lassen und habe den OP Termin am 5.1. in der ARCUS Sportklinik in Pforzheim."

Kannst Du schon abschätzen, wie lange Du ausfallen wirst?

Grausenburger: "Laut Chirurgen soll man sich Zeit lassen, da sich das Implantat erst stabilisieren muss. Er sagt, nach drei Monaten kann man wieder mit Laufen beginnen und nach sechs Monaten Handball spielen. Um schon jetzt ein bisschen vorzubauen und damit ich nicht zu viel von der Muskulatur verliere, trainiere ich fast täglich, natürlich sehr vorsichtig und mit kleinen Schritten mit unseren Physiotherapeuten in Bensheim. Dort werde ich auch nach der OP die Reha machen."

Wie geht es bei Dir danach weiter?

Grausenburger: "Bei Bensheim habe ich noch dieses Jahr Vertrag, wie es danach weiter geht, weiß ich noch nicht. Ich habe erst meine Ausbildung als Mediengestalterin hier angefangen und es wäre matürlich schön, die hier auch fertig zu machen."

Besonders schade ist das auch für das Nationalteam, denn beim Turniersieg in London warst Du eine der besten Spielerinnen und in sehr guter Form.

Grausenburger: "Selbstverständlich ärgert es mich am meisten, nach so einem guten Turnier in London gleich danach eine solche Verletzung zu erleiden. Ich denke auch, dass mein Körper einfach keine Kraft mehr hatte, da ich ja sehr viele Spielanteile bekommen habe. Für das wichtige Punktspiel in Nellingen wollte ich dann die ganze Euphorie mitnehmen, um an den Erfolg weiter anzuknüpfen. Das macht es noch bitterer. Aber man kann es nicht ändern und man sieht, wie schell so etwas gehen kann. Wichtig ist, dass man sich zurückkämpft und ich werde natürlich alles geben, um vielleicht sogar noch besser zurück zu kommen."

Wir wünschen gute Besserung und viel Glück für die OP!