03.12.2011 02:07 Uhr - Weltmeisterschaft - cie

Brasilien gewinnt das Eröffnungsspiel der WM

Alexandra Do Nascimento erzielte den ersten Treffer der WMAlexandra Do Nascimento erzielte den ersten Treffer der WM
Quelle: HAGENpress
Gastgeber Brasilien ist seiner Favoritenrolle im Spiel gegen Kuba gerecht geworden und siegte zur Freude der gut 3.000 Zuschauer in Sao Paulo am Ende ungefährdet mit 37:21 (17:11). Für Brasilien war Fernanda da Silva mit acht Toren die beste Werferin, für Kuba erzielte Yenma Ramirez zehn Treffer. Es war das einzige Spiel des - aufgrund der Zeitverschiebung - gestrigen Freitags. Am heutigen Samstag komplettieren die Spiele Rumänien gegen Tunesien und Frankreich gegen Japan den ersten Spieltag dieser Gruppe.

Nach einer kurzen aber bunten Eröffnungszeremonie und der Ansprache von IHF-Präsident Hassan Moustafa, der allen Spielern, Trainern und Zuschauern "eine herrliche Weltmeisterschaft unter dem Motto des Fair Play" wünschte, gab das norwegische Gespann Kjersti Arntsen und Ida Cecilie Gullaksen den Anwurf der Partie frei. Den ersten Treffer der WM erzielte Alexandra do Nascimento, die für den österreichischen Verein Hypo Niederösterreich spielt.

Brasilien setzt auf eine Vielzahl von Europa-Legionärinnen, gleich acht Akteurinnen sind bei Hypo unter Vertrag, andere in Spanien, Dänemark oder Ungarn aktiv. Aufgrund dieser Erfahrung zählen die Südamerikanerinnen zu den Geheimfavoriten auf einen Platz im Viertel- oder Halbfinale. Zunächst aber gilt es für das Team von morten Soubak die Vorrunde zu überstehen, der Sieg über Kuba war dabei eine Pflichtaufgabe. Bis zum 3:2 hielten die Gäste in der temporeichen Partie zunächst allerdings den Anschluß.

Dann aber übernahmen die Gastgeberinnen das Kommando, aus der sicheren Deckung heraus lief die "Selecao" immer wieder Tempogegenstöße. Eine erste Unterzahl sorgte dann bereits für die Vorentscheidung, zwei schnelle Treffer im Konter sorgten für das 8:3 und nach einer kubanischen Auszeit legte Edauarda Amorim einen Doppelschlag zum 10:3 nach - zwölf Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt. Danach konnte Kuba die Partie ausgeglichen gestalten und den Abstand bis zum 17:11-Pausenstand konstant halten.

Im zweiten Abschnitt schaltete Brasilien zunächst noch einmal einen Gang hoch, beim 21:11 war nach vier drei Treffern in Folge die Differenz erstmals zweistellig. Brasilien nahm sich aber auch in der Folge wieder etwas zurück, agierte nicht mehr mit der letzten Konsequenz und so konnte Kuba wieder mithalten. Entscheidenden Anteil daran hatte nicht nur die zehnfache Torschützin Ramirez, sondern vor allem auch Torhüterin Eneleidis Gueverra, die mit ihren Paraden die Niederlage in Grenzen hielt. Bis zum 27:17 waren es zehn Tore, dann aber ging Kuba die Kraft aus und Brasilien zog auf am Ende 37:21 davon.