04.11.2011 10:51 Uhr - Champions League - chs

Frauen-CL: Wer folgt Buducnost in die Hauptrunde?

Clara Woltering will möglichst viele THC-Chancen zunichte machen.Clara Woltering will möglichst viele THC-Chancen zunichte machen.
Quelle: Mario Gentzel
Die Gruppenphase der Champions League biegt auf die Zielgerade ein. Am vorletzten Spieltag kann eine Vielzahl von Klubs den Sprung in die Hauptrunde schaffen, wo bislang nur Buducnost Podgorica als Teilnehmer fest qualifiziert ist.

Gruppe A:

Matchball für den FC Midtjylland. Das Team um Sabine Englert könnte sich im Heimspiel gar eine knappe Niederlage (1 Tor) leisten und hätte dann den Einzug in die Hauptrunde aufgrund des gewonnenen Direktvergleichs mit Byasen Trondheim für sich entschieden, nachdem man am ersten Spieltag beim norwegischen Vizemeister triumphierte. Gegen den Thüringer HC belebte vor allem die Rückkehr von Laerke Möller die Offensivqualitäten des Dänischen Meisters. In der zweiten Partie hingegen sind die Rollen klar verteilt. Im heimischen Hexenkessel Moraca will Buducnost Podgorica seine weiße weste bewahren und den Thüringer HC in die Schranken weisen. "Ich will jedes Spiel gewinnen", erklärt Clara Woltering und vertreibt damit jegliche Gedanken daran, dass es die Montenegrinerinnen nun locker angehen lassen könnten.

Gruppe B:

Die Auftaktniederlage bei Viborg am ersten Spieltag schmerzte. Titelverteidiger Larvik war eine Halbzeit lang vorgeführt worden, konnte im zweiten Spielabschnitt wenigstens Ergebniskosmetik betreiben unterlag nur mit 28:34. Doch die Vorzeichen haben sich etwas gewandelt. Viborgs überragende Spielmacherin Isabelle Gullden ist außer Gefecht, Rikke Skov hat eine lädierte Schulter und auch Anja Althaus wird die Partie wohl verpassen. Bei einer Niederlage müsste der dänische Pokalsieger wahrscheinlich - wie schon im Vorjahr - in der Gruppenphase ausscheiden. "Wir müssen einen Auswärtssieg landen", erklärt Henriette Mikkelsen. "Es ist nicht unmöglich Larvik zu schlagen, das haben wir ja schon einmal geschafft." Denn Krim Ljubljana hätte dann bei derzeit einem Punkt Vorsprung Matchball und würde aufgrund des gewonnenen Direktvergleiches bereits mit einem Remis über Podravka Vegeta die nächste Runde erreichen. "Bis jetzt haben wir noch nichts erreicht. Wir benötigen zwei Punkte, um unser Ziel zu erreichen", so Krim-Rückraumschützin Kristina Franic vor dem Duell mit dem Ex-Klub.

Gruppe C:

Spitzenspiel in Györ. Der ungarische Titelfavorit möchte sich gegen Randers für die Auftaktniederlage revanchieren und die Gruppe vor dem Nachholspiel bei dem derzeit noch punktlosen Team von Hypo NÖ am Mittwoch richtig spannend machen. Denn sollte neben Györ auch Metz Handball sein Auswärtsspiel in der Südstadt gewinnen, dann haben nach dem Wochenende gleich drei Mannschaften sechs Zähler gesammelt. Randers ließ unter der Woche im Heimspiel gegen Esbjerg Federn, als außer Chana Masson keine Spielerin Normalform erreichte. Györ muss weiterhin auf Linksaußen Orsolya Verten verzichten. Hypo hingegen steht bei einer Niederlage vor dem Aus auf dem internationalien Parkett. Nur mit einem Sieg über Metz scheint das Minimalziel Qualifikation für den Europapokal der Pokalsieger noch machbar.

Gruppe D:

Volgograd steht unter Zugzwang. Gewinnen die Russinnen nicht beim Vorjahresfinalist SD Itxako, dann droht ihnen bereits am vorletzten Spieltag der K.O. Die Spanierinnen hatten sich am letzten Wochenende in Hamburg gegen den Buxtehuder SV zu ihrem dritten Sieg gezittert und wäre mit einem Sieg uneinholbar. Am Sonntag könnte dann Oltchim Valcea mit einem Heimerfolg über Buxtehude das Ticket für die Hauptrunde buchen. Sollte Dinamo aber der Auswärtserfolg gelingen, dann hat man selbst mit einem Heimspiel gegen Buxtehude am letzten Spieltag die besten Trümpfe in der Hand, während das dann punktgleiche Team von Itxako nach Rumänien muss.

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