02.11.2011 22:02 Uhr - 1. Bundesliga - dpa

HC Leipzig mit mühevollen 23:21-Sieg gegen Göppingen

Saskia Lang erzielte sieben TrefferSaskia Lang erzielte sieben Treffer
Quelle: Heinz Zaunbrecher
Am 7. Spieltag der Handball-Bundesliga der Frauen hat sich der HC Leipzig gegen Frisch Auf Göppingen mit 23:21 (13:10) durchgesetzt. Allerdings entschied der mehrfache deutsche Meister am Mittwoch in eigener Halle erst in den Schlussminuten die Partie für sich. Mit sieben Toren war Saskia Lang beste Torschützin für den HCL. Auf Seiten der Gäste traf Birute Stellbrink (6/4) vor 1.522 Zuschauern in der Arena Leipzig am meisten.

"Wir haben Göppingen durch unsere Fehler stark gemacht. Am Ende bin ich froh, dass wir diese zwei Punkte geholt haben und durch diese schwere Periode mit den Verletzungspech durchgekommen sind", so HCL-Coach Stefan Madsen nach der Begegnung gegenüber der Leipziger Volkszeitung. Dabei war der Start für den Favoriten durchaus nach Plan verlaufen: Dank einer aggressiven Deckungsarbeit konnten sich die 1.522 Zuschauer über ein schnelles 3:0 freuen.

Erst nach gut acht Minuten gelang Birute Stellbrink per Strafwurf der erste Treffer für die Gäste, allerdings hatte dies keinen großen Schaden angerichtet. Leipzig blieb nach den drei früheren Treffern in der Folge selbst fünf Minuten ohne Treffer und so konnte Karin Weigelt den Anschlußtreffer zum 3:2 setzen. Katja Schülke im Leipziger Tor verhinderte Schlimmeres, absetzen konnte sich der Favorit aber in der Folge nicht mehr. Mit dem 5:5 gelang Stellbrink nach einer Viertelstunde sogar der Ausgleich.

Leipzig fehlte in der Offensive und in der Deckung oftmals die nötige Konzentration und Konsequenz in den Aktionen. Mehrfach zogen die Leipzigerinnen in der Folge zwar wieder auf zwei Tore davon, doch Göppingen schloß immer wieder auf. Ein Doppelschlag von Schulze und Lang brachte beim 12:9 dann kurz vor dem Seitenwechsel aber die erste Drei-Tore-Führung. Scheffknecht antwortete zwar in der Schlußminute des ersten Abschnitts noch, doch mit der Pausensirene gelang Maura Visser per Strafwurf das 13:10.

Die Pausenführung gab aber nicht die nötige Sicherheit, im Gegenteil: Nach dem Seitenwechsel spielte zunächst Göppingen groß auf. Alena Vojtiskova setzte den ersten Treffer und Beate Scheffknecht sorgte mit einem Doppelschlag für den erneuten Ausgleich. Nach fast acht Minuten gelang dann allerdings Natalie Augsburg der erste Treffer für die Gastgeberinnen im zweiten Abschnitt und diese sollte auch in der Folge weiter vorlegen. Göppingen hatte es aber geschafft, die Begegnung zu einem Kampfspiel auf Augenhöhe werden zu lassen.

Die Chancenauswertung blieb bei Leipzig auch im zweiten Abschnitt eines der Mankos, aber auch die spielerische Linie fehlte größtenteils. Gegen Celle hatte der HCL die personellen Ausfälle noch gut kompensieren können, gegen Göppingen gelang dies nicht. Die Deckung verhinderte eine Niederlage, und die gute Torhüterleistung - allerdings galt dies auch für den Gegner: Beim 21:21 durch Beate Scheffknecht stand vier Minuten vor dem Spielende erneut ein Unentschieden auf der Anzeigetafel.

Stefan Madsen nahm seine Auszeit, danach schloß Anne Hubinger eine gute Kombination zum 22:21-Führungstreffer ab. Aleksandar Knezevic nahm nun auf der Gegenseite seine Auszeit, doch Göppingen gelang der erhoffte Ausgleichstreffer nicht. In der Schlußminute kassierte Nicole Dinkel dann zudem noch eine Strafzeit und die Überzahl nutzte Louise Lyksborg dreizehn Sekunden vor Spielende zum entscheidenden 23:21. "Wir sind in einer schwierigen Situation. Da können wir nicht jeden Tag eine Topleistung abrufen. Und am Sonntag fragt keiner mehr, wie wir das Spiel gewonnen haben", erklärte Katja Schülke gegenüber der Leipziger Volkszeitung.